Abstiegskampf Teil I – VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach
Der 24. Spieltag startet heute Abend mit einem Spiel aus dem Tabellenkeller. Der VfL Wolfsburg empfängt Borussia Mönchengladbach. Gelingt es den Gladbachern nach dem Sieg am letzten Spieltag die Euphorie ins heutige Spiel nach Wolfsburg mitzunehmen, bietet sich die Chance wieder Kontakt zum rettenden Ufer herzustellen. Die Maßnahme von Lucien Favre im Tor Heimeroth durch Bailly zu ersetzen, Arrango aufzustellen und Idrissou auf seiner Lieblingspositionen spielen zu lassen haben sich gegen Schalke am letzten Wochenende bezahlt gemacht. Doch bisher blieb Gladbach diese Saison den Beweis schuldig auch in zwei aufeinanderfolgenden Spielen erfolgreich zu sein.
Beim VfL Wolfsburg ist die Lage ebenfalls prekär. Im Abstiegskampf ist die Mannschaft nicht erfahren und mit Pierre Littbarski haben die Wolfsburger einen Trainer der sich in der Bundesliga erstmal beweisen muss. Hoffnung macht das letzte Spiel in Freiburg. Zwar wurde es verloren, doch war eine spielerische Linie zu erkennen. Sollte Diego daran knüpfen können, wird er der Mann sein, der Wolfsburg aus dem Tabellenkeller führen kann. Doch die Abhängigkeit von Diegos Toren und Vorlagen ist auch die Gefahr am Ende der Saison einen der letzten drei Plätze zu belegen.
Abstiegskampf Teil II – Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart
Das zweite Spiel im Tabellenkeller bestreiten Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart. Die Stuttgarter die sich schon seit der Hinrunde im Abstiegskampf befinden und gestern in der Europa League gegen Benfica Lissabon ausgeschieden sind können sich jetzt zu 100 % auf den Abstiegskampf konzentrieren. Bruno Labbadia greift hart durch, nachdem schon Marica suspendiert wurde musste nun auch der junge Torwart Sven Ulreich dran glauben. Ab sofort steht der routinierte Marc Ziegler im Tor und versucht der Stuttgarter Abwehr Sicherheit zu verleihen. (Update: Marc Ziegler hat sich unter der Woche im Spiel gegen Lissabon verletzt und fällt für das Spiel gegen die Eintracht aus.)
Eventuell kommt Nachwuchsmann Bernd Leno, der momentane 3. Mann zum Einsatz. (Leno ist U19 Nationalspieler und ist z.B. mit Marc Andre ter Stegen U17 Europameister geworden.)
Mit Eintracht Frankfurt gesellt sich die momentan schlechteste Rückrundenmannschaft im Abstiegskampf dazu. Ein Punkt und 0:11 Tore in sechs Spielen sprechen für sich. Der Lauf den die Frankfurter, vor allem Theofanis Gekas, in der Hinrunde hatte, ist vorbei. Trifft Gekas nicht, gewinnt Frankfurt nicht. Zu den Offensivproblemen kommen jetzt auch die Probleme in der Defensive. Elf Gegentore spiegeln auch nicht unbedingt eine sichere Abwehr wieder. Anfangs begründete Skibbe dies noch mit den vielen Ausfällen. Doch seitdem Russ, Franz und Vasoski wieder einsatzbereit sind, hat sich auch nichts geändert. Wie auch die Stuttgarter werden die Frankfurter am Wochenende einen Torwartwechsel vollziehen. Gezwungenermaßen, da Oka Nikolov verletzungsbedingt sechs Wochen ausfällt, steht Ralf Fährmann im Tor. Dieser hatte schon zum Ende der Hinrunde einige gute Spiele gemacht. Musste aber dann für den wiedergenesen Nikolov weichen.
Das Topspiel – Bayern München – Borussia Dortmund
Das Topsiel des 24. Spieltages bestreiten am Samstagabend Bayern München und Borussia Dortmund. Die Münchener, die am Mittwoch beim 1:0-Sieg in Mailand ihre Klasse nachgewiesen haben, müssen dieses Spiel gewinnen, damit es überhaupt noch mal eine minimale Chance gibt, Dortmund an der Tabellenspitze anzugreifen bzw. um ihr vorrangiges Ziel, die direkte Champions League Qualifikation, zu erreichen.
Die Dortmunder haben keine Angst vor den Münchnern. Nuri Sahin sagt im Kicker (Printausgabe), dass die Münchener auf einzelnen Positionen in der Offensive vielleicht besser besetzt sind, doch sieht er in seiner Mannschaft das bessere Team, welches den Bayern somit ebenbürtig ist. Druck verspürt Sahin keinen. „Bayern ist immer Favorit, das sind die mit dieser Mannschaft doch immer.“
Beide Mannschaften werden fast in Bestbesetzung auflaufen. Bei den Münchenern ist nur der Einsatz von Pranjic fraglich, bei Dortmund fallen Kagawa und Weidenfeller aus.
