Matthias Ostrzolek – „Bochum, ich komm aus dir“

28. April 2011

Kaum ein Bochumer Spieler lebt den Hit von Herbert Grönemeyer mehr als Matthias Ostrzolek. Matthias Ostrzolek wurde am 05.06.1990 in Bochum geboren und durchlief seit 1997 von der F-Jugend an, alle Jugendmannschaften des VfL Bochum.

Matthias Ostrzolek – Mehr Bochum geht nicht

Sein Profidebüt gab Matthias Ostrzolek im November 2010. Friedhelm Funkel hatte Matthias Ostrzolek in der Reservemannschaft beobachtet und für gut befunden, so dass er am 16. Spieltag gegen den VfL Osnabrück zu seinem Profidebüt kam. Seit dem ist Matthias Ostrzolek nicht mehr aus Startelf wegzudenken. Als linker Verteidiger hält er die gegnerischen Angreifer in Schach und beackert die linke Seite auch offensiv. Laut Friedhelm Funkel helfen Matthias Ostrzolek dabei vor allem seine Schnelligkeit, Ballsicherheit und seiner starker linker Fuß.

Trainingsplatz statt Hörsaal

Eigentlich hatte Matthias Ostrzolek  nicht mit so einem rasanten Aufstieg gerechnet. Selbst in der zweiten Mannschaft saß er zumeist nur auf der Ersatzbank. Weshalb er sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum-Querenburg auch nicht schleifen ließ. Doch jetzt ist es soweit, dass er sein Studium für den Profifußball unterbrechen wird. Leistungssport und ein Präsenzstudium lassen sich für Matthias Ostrzolek nicht vereinbaren. Ab jetzt wird sich auf den Profifußball konzentriert. In Bochum hat Matthias Ostrzolek seinen Stammplatz schon sicher. Seine aktuell guten Leistungen sind dem DFB auch nicht verborgen geblieben. Im März absolvierte Matthias Ostrzolek gegen Italien und die Niederlande seine ersten Spiele für die U21-Nationalmannschaft. Nachdem Matthias Ostrzolek, auch für sich überraschend, so schnell den Sprung zu den Profis geschafft hat, gilt die jetzige Konzentration dem Aufstieg in die Bundesliga. Sollte der VfL Bochum den FC Augsburg nicht mehr abfangen können besteht die Möglichkeit über die Relegation den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Es wäre der nächste Schritt in der Karriere von Matthias Ostrzolek, der zu dem rasanten Aufstieg der letzten Monate passen würde.

Special zur Fußball-WM in Kooperation mit carrer-women.org

28. April 2011

Die National-Kickerinnen wollen zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden und dazu drücken wir ihnen alle Daumen. Obwohl das Team um Jogi Löw voriges Jahr zum fünften Mal in Folge nicht Weltmeister wurde, zitterte eine ganze Nation und mit ihr die Medien um den dritten Platz. Von dieser nationalen Euphorie können die Spielerinnen bisher nur träumen. Wir wünschen uns, dass Frauen-Fußball annähernd so viel Anerkennung erfährt und leisten mit unserem Special einen Beitrag dazu.

CAREER-WOMEN IN MOTION - Wissens- und Informationsportal für Karrierefrauen und Mentoren

CAREER-WOMEN IN MOTION - Wissens- und Informationsportal für Karrierefrauen und Mentoren

Daher werden Chris, Mathis und Simon werden in den kommenden Wochen für Career-Women.org die WM-Kickerinnen unter die Lupe nehmen. Alle drei sind Studenten der Deutschen Sporthochschule (DSHS), Köln u.a. mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation. Sie werden mit Hintergründen, Portraits und Kommentaren für die Frauen-WM 2011 begeistern. Und da unsere Mädels natürlich wieder Weltmeister werden, sind unsere Fußball-Profis bis zum Finale am 17. Juli dabei.

>>> zum WM-Special auf carrer-women.org

Das könnte ein unterhaltsamer Fußball-Abend werden…

26. April 2011

…wenn heute der FC Schalke 04 gegen Manchester United dem nächsten Favoriten in der Champions League ein Bein stellen sollte.

Nichts desto trotz haben wir ein paar nette Fußball-Szenen gefunden, die definitiv für Unterhaltung sorgen werden.

Weitere Talente gibt es hier

31. Spieltag – Torhüter, Trainer und Trophäen

23. April 2011

Das Thema der Woche war sicherlich Manuel Neuer. Auf einer Pressekonferenz gab Neuer bekannt, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag auf Schalke nicht verlängern wird. Zwar teilt Neuer nicht mit, wann und wohin er wechselt, doch verdichten sich die Anzeichen, dass Neuer in der neuen Saison im Tor des FC Bayern München steht. Als Ablöse stehen 20 Millionen Euro im Raum. Für die Bayern eine lohnende Investition. Würde die Bayern mit Neuer doch einen der besten Torhüter der Welt verpflichten, mit durch seine Leistungen eine neue Ära prägen könnte.

Der Kampf um die Plätze 2 bis 4

Aber zuerst müssen die Bayern noch Platz 3 sichern gegen Hannover 96 sichern. Dass Hannover sich mit Platz 4 nicht begnügen will, haben sich am Donnerstag mit ihrem 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg bewiesen. Deshalb sind die Münchener in der Pflicht ihr Spiel in Frankfurt zu gewinnen. Nach dem souveränen und vor allem effektiven Sieg gegen Bayer Leverkusen wird Übergangstrainer Andries Jonker seine Elf vom letzten Wochenende vertrauen.

In Leverkusen geht es jetzt darum, Platz 2 zu sichern. Nach der Niederlage gegen Bayern beträgt der Vorsprung noch 6 Punkte. In Leverkusen sind sie sich sicher diesen Platz  verteidigen zu können. Hat die Mannschaft diese Saison auch nach Rückschlägen ihre Leistung gezeigt und wieder in die Erfolgsspur gefunden.

Holt sich Dortmund den Titel in Mönchengladbach

Sollte Leverkusen gegen Hoffenheim nicht gewinnen, haben die Dortmunder heute Abend die Chance gegen Borussia Mönchengladbach die Meisterschaft auch rechnerisch und Dach und Fach zu bringen. Die Dortmunder erwarten mindestens  20.000 Fans, die mit ihrer Mannschaft gegebenenfalls die Meisterschaft feiern sollen.  Einzig den Ausfall von Nuri Sahin muss Klopp verzeichnen. Der Überragende Sechser diese Saison fällt verletzungsbedingt bis zum Saisonende aus und wird durch Da Silva ersetzt.

In Mönchengladbach greift man nach dem letzten Strohhalm. Nach dem Derbysieg gegen den 1. FC Köln gab es letzte Woche wieder eine Niederlage. Zwar beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur 3 Punkte, doch macht es nicht den Anschein, dass die Gladbacher diesen noch erreichen können.

Schaefer nur bis Saisonende Trainer

In Köln wurde diese Woche bestätigt, worüber die letzten Wochen schon viel spekuliert wurde. Frank Schaefer wird seinen Vertrag als Cheftrainer nicht verlängern und zum Saisonende sein Posten räumen. Zwar nimmt Schaefer Sportdirektor Volker Finke in Schutz, doch wird vermutet, dass Finke ein Grund für Schaefers Entscheidung ist. Finke soll sich in Videoanalysen eingeschaltet haben, Übungen im Training korrigiert haben und auch sonst nicht ein Fan von Schaefers Arbeit gewesen sein. Für die Kölner ist Schaefers Abgang ein herber Verlust. Schaefer ist ein kölscher Jung und somit auch bei den Fans beliebt. Er hat es geschafft der Mannschaft wieder Leben und Spielkultur einzuhauchen. Was viele nach der Amtszeit von Zvonimir Soldo nicht für möglich hielten. Viele Namen kursieren jetzt ums Geißbockheim. Als Kandidaten werden z.B. Michael Skibbe, Thomas Doll, Huub Stevens  und Armin Veh gehandelt. Doch stellt sich die Frage, wie Volker Finke mit starken Persönlichkeiten zurechtkommt oder ob er einen Trainer an seiner Seite haben will, den er formen kann.

Torwartkarussell folgt dem Trainerkarussell

20. April 2011

Nachdem Manuel Neuer heute in einer Pressekonferenz verlauten ließ, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, verdichten sich die Anzeichen, dass Neuer in der nächsten Saison das Tor des FC Bayern München hüten wird. Glaubt man den einschlägigen Medien, wird nur noch um die Ablöse gefeilscht. Als Ablöse stehen 20 Millionen Euro im Raum. Damit würde zumindest die Planstelle in München bekleidet. Doch was passiert bei den anderen Vereinen?

Wohin geht Kraft?

Wer wird  Nachfolger von Neuer auf Schalke. Anfangs war Thomas Kraft im Gespräch. Das Münchener Torwarttalent, das in seinen drei Monaten als Stammtorwart  schon Höhen wie Tiefen durchgemacht hat, ist zum Saisonende ablösefrei und somit ein interessanter Kandidat für andere Vereine.  Kraft wäre ebenso ein Kandidat für Hertha BSC Berlin sowie den Hamburger SV. Wobei beim HSV Jaroslav Drobny auf der Bank sitzt. Nach dem feststehenden Abgang von Frank Rost zum Saisonende wird Drobny, der in Berlin seine Bundesligatauglichkeit schon nachgewiesen hat, den Platz zwischen den Pfosten nicht kampflos räumen.

Wiese nach Schalke?

Auf Schalke ist Tim Wiese ein Kandidat als neue Nummer  1.  Auf Nachfragen weicht Wiese aus. Erst einmal will Wiese mit Bremen den Klassenerhalt schaffen. Was danach passiert, hält Wiese offen.  Ein Treuebekenntnis klingt anders. Sollte Wiese Bremen verlassen, stellt sich die Frage wer in Bremen in der kommenden Saison das Tor hütet. Sebastien Mielitz, der in dieser Saison schon einige Male für Wiese eingesprungen ist, hat sein Talent angedeutet. Doch stellt ist offen, ob Mielitz auch die Konstanz besitzt. Ein anderer Kandidat ist Ron Robert Zieler, der seit Rückrundenbeginn das Tor von Hannover 96 hütet und bis dato eine konstante und gute Rückrunde spielt. Jedoch ist es fraglich, ob Hannover Zieler gehen lässt.

Wird Adler der Nachfolger von Edwin van der  Saar?

Ebenso offen ist die Personalie Rene Adler, der bei Bayer Leverkusen, eine Ausstiegsklausel für Manchester United besitzt. Nachdem Manuel Neuer wohl nach München wechselt und Edwin van der Saar zum Saisonende seine Karriere beendet, gehen Sir Alex Ferguson die Alternativen aus.

Das Jahr der Torwartwechsel

Neben den Spekulationen für die neue Saison, gab es in dieser Saison so viele Torwartwechsel  wie selten zuvor. Selten waren Sperren und Verletzungen ausschlaggebend. In Köln beerbte Michael Rensing Faryd Mondragon, der in die USA wechselte.  Der Abgang Mondragons, der in dieser Saison auch nicht mehr der Rückhalt der Vorjahre war, sollte sich für die Kölner als Glückfall erweisen. Mit Michael Rensing haben die Kölner einen Topspieler verpflichtet. In München noch am eigenen Ego und Druck gescheitert, gehört Rensing in der Rückrunde zu den besten Torhütern der Bundesliga. Auch Mirko Slomka und Marco Kurz haben ohne Not den Torwart gewechselt. In Kaiserlautern hat Kevin Trapp mit Tobias Sippel ein anderes Torwarttalent aus der Talentschmiede von Gerry Ehrmann verdrängt.

In Stuttgart wurde Sven Ulreich Nachfolger von Jens Lehmann. Als Ulreich allerdings von Bruno Labbadia auf den Routinier Marc Ziegler setzte profitierte Ulreich von dessen Verletzung im Europacup. Seit dem er wieder die Nummer 1 im Stuttgarter Tor ist, hat sich Ulreich nichts zu Schulden kommen lassen.

Unzufrieden ist man in Frankfurt und Wolfsburg mit seinen Torhütern, weder Oka Nikolov, noch Ralf Fährmann konnten diese Saison Bundesligatauglichkeit nachweisen. In Wolfsburg kämpft Diego Benaglio mit Verletzungen und Formschwächen.  In St.Pauli  kamen diese Saison schon drei Torhüter zum Einsatz. Nachdem Thomas Kessler zum Saisonbeginn Matthias verdrängt hatte, stand zwischendurch Benedikt Pliquett im Tor. Momentan ist Stanislawski weder mit Kessler noch mit Pliquett zufrieden, so dass die Möglichkeit besteht, dass Hain am nächsten Spiel zwischen den Pfosten steht.

Zuletzt wurde in Mönchengladbach der Torwart gewechelt. Auf die glücklosen Christopher Heimeroth und Logan Bailly folgt mit Marc Andre ter Stegen, eines der größten Torwarttalente in Deutschland.

30. Spieltag –Schießt sich Heynckes aus der Champions League?

15. April 2011

FSV Mainz – Borussia Mönchengladbach

Die Gladbacher werden heute Abend versuchen den Schwung aus dem 5:1- Sieg im Rheinderby  gegen den 1. FC Köln mitzunehmen und das erste Mal in dieser Saison zwei Spiele in Serie siegreich zu sein. Durch den Sieg am letzten Wochenende konnten die Gladbacher den Rückstand auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte reduzieren. Für Lucien Favre wird es keine Veranlassung geben die Startelf zu ändern. Im Tor wird wieder Marc Andre ter Stegen stehen, der am letzten Spieltag ein solides Debüt im Kasten gegeben hat. In der Offensive wird Favre wieder auf das Sturmduo um Mike Hanke und Mo Idrissou setzen. Über die Außen werden Marco Reus und Juan Arango für Akzente sorgen.

Die offensiv ausgerichtete Gladbacher Mannschaft könnte die Mainzer vor Probleme stellen. Fällt bei den Mainzern mit Torhüter Heinz Müller und den Innenverteidigern Bo Svensson und Nikolce Noveski der zentrale Abwehrblock verletzt und gesperrt aus. Für die Mainzer geht es darum die erfolgreichste Saison der Bundesligamannschaft mit der Teilnahme an der Europa League zu krönen. Doch mit der derzeitigen Form und den Verfolgern Nürnberg, Hamburg und Freiburg im Nacken wird das noch ein schweres Unterfangen.

St. Pauli – Ein Stück St. Pauli sagt einfach Tschüss

In St. Pauli hat Holger Stanislawski seinen Abschied zum Saisonende bekanntgegeben. Zur neuen Saison wird Stanislawski  Trainer von Hoffenheim. Dort wurde bekanntgegeben, dass Marco Pezzaiuoli s Vertrag als Cheftrainer zum Saisonende aufgelöst wird. Holger Stanislawski ist das Gesicht von St. Pauli. Als Spieler, Manager, Vorsitzender und zuletzt als Trainer stand Stanislawski dem Verein  18 Jahre zur Seite. Er hat alle Höhen und Tiefen des Vereins miterlebt und zusammen mit Manager Helmut Schulte in den letzten Jahren St. Pauli aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga geführt. So war es verständlich, dass ihm „sein“ FC St. Pauli auch sehr am Herzen liegt. In einer sehr emotionalen Pressekonferenz verabschiedete sich Stanislawski. „Ich werde immer den Totenkopf im Herzen tragen, der Verein hat mich mein halbes Leben begleitet. Aber es ist jetzt ein Punkt erreicht, wo die Kraft und Energie weg sind. Der Rucksack wurde in den letzten Jahren immer schwerer“, sagte Stanislawski und beendete die Pressekonferenz mit den Worten: „Und wie sich das für einen ewigen Hamburger gehört, sag ich mal. Tschüss, tschüss, bis bald.“

Bayern München – Bayer Leverkusen

Am Sonntag kommt es Topspiel in der Allianz-Arena. Nachdem die Führungsetage der Münchener am letzten Wochenende unter der Leitung von Louis van Gaal das Erreichen von Platz 3 und somit die Champions-League-Teilnahme in Gefahr sahen, hat Andres Jonker das Training bis zum Saisonende übernommen. Erster Maßnahme, es wird sich wieder geduzt und der Last die die Spieler, laut dem Vorstand tragen ist abgefallen. Am Sonntag wird Jonker im Tor auf Hans-Jörg Butt setzen. Jonker begründet diese Entscheidung mit der Tatsache, dass er jetzt keine Zeit hat Spieler auszubilden, er müsse die Champions League erreichen. Jedoch stehen noch einigen Spielern Fragezeichen. Neben dem gesperrten Arjen Robben droht der Ausfall von Bastian Schweinsteiger und Franck Ribery, die sich unter der Woche im Training verletzten. Die medizinische Abteilung um Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt versucht ihr Möglichstes um die Spieler bis Sonntag fit zu bekommen.

Auf der anderen Seite tritt Jupp Heynckes, der neue Trainer der Bayern in der kommenden Saison, an. Sein Ziel ist es mit Leverkusen mindestens Platz 2 und somit die Vize-Meisterschaft zu erringen. Leise Hoffnung macht man sich in Leverkusen auf Platz 1, doch liegt das nicht mehr in der eigenen Hand. Viel wurde darüber spekuliert, ob es nicht um Wettbewerbsverzerrung handelt, wenn Henyckes mit Leverkusen bei seiner neuen Mannschaft antritt. Doch erscheint dieses unsinnig. Zum einen steht Heynckes seit Jahren für Integrität und zum anderen sind die Leverkusener Spieler gewillt diesen zweiten Platz zu verteidigen. Als beste Rückrundenmannschaft wird die Bayer-Elf in München vor Selbstbewusstsein strotzen und den Bayern Paroli bieten.

Tolgay Arslan – Rückschritt als Karrieresprung

13. April 2011

Tolgay Arslan (*16.08.1990) sorgt momentan im offensiven Mittelfeld von Alemannia Aachen für Furore. Das erste Mal für Aufsehen sorgte Tolgay Arslan allerdings, als er nach der Saison 2008 / 2009 von Borussia Dortmund zum Hamburger SV wechselte. Als überragender Spieler in der A-Jugend des BVB sah Tolgay Arslan eine bessere Perspektive in Hamburg. Jürgen Klopp zeigte ihm zwar eine Perspektive in der ersten Mannschaft auf. Doch die Gespräche mit Dietmar Beiersdorfer und Martin Jol überzeugten Tolgay Arslan.

Explosion in der Jugend

Tolgay Arslan wechselte 2003 als C-Jugendlicher von Grün Weiß Paderborn zu Borussia Dortmund und durchlief in Dortmund die Jugendakademie. Eine Leistungsexplosion gelang Tolgay Arslan in seinem zweiten A-Jugend Jahr in der Saison 2008 / 2009. Mit 30 Toren in 26 Spielen führte Tolgay Arslan den BVB ins Finale um die deutsche Meisterschaft, welches zusammen mit Lasse Sobiech und Mario Götze  gegen den FSV Mainz 05 verloren ging. Seinen Leistungssprung verdankt Tolgay Arslan seinem Trainer Peter Hyballa, der ihm die nötigen Freiheiten gab und Physiotherapeut Bernd Albers, der mit ihm Extraeinheiten absolvierte. Die Stärken von Tolgay Arslan sind das Dribbling und die Technik. Ausbaufähig hingegen sind die Rückwärtsbewegung und die Bewegung ohne Ball. Die Stärken sind auch dem türkischen Fußballverband nicht verborgen geblieben. Tolgay Arslan bestritt im September 2009 ein Spiel für die U21-Nationalmannschaft der Türkei. Doch ließ sich Arslan, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, offen noch für den DFB zu spielen. Diesen März hat sich Arslan nun für den DFB entschieden und auch schon sein erstes U20-Länderspiel bestritten.

In Aachen schließt sich der Kreis

In Hamburg schaffte Tolgay Arslan den Durchbruch nicht. Fünf Spiele in der Bundesliga. Ansonsten Spiele in der zweiten Mannschaft, führten dazu, dass sich Spieler und Verein auf eine Ausleihe einigten. Mit der Ausleihe vom HSV zu Alemannia Aachen trifft Tolgay Arslan auf einen alten Bekannten. Trainer der Alemannen ist Peter Hyballa, der Arslan schon in der A-Jugend des BVB trainierte. In Dortmund harmonierten die beiden schon, was Tolgay Arslan den Einstieg in Aachen natürlich erleichterte. Bisher bestritt Tolgay Arslan alle 29 Spiele und hat in diesen 6 Tore und 4 Vorlagen zu Buche stehen. Die Entwicklung von Tolgay Arslan wird die Verantwortlichen des HSV erfreuen. Sieht es doch so aus, als dass mit Ruud van Nistelrooy, Paulo Guerrero, Jonathan Pitroipa und Eljero Elia vier Offensivkräfte die Elbe verlassen werden. Mit einer neuen Führung  und Perspektive beim HSV sollte Tolgay Arslan auch zu mehr Einsatzzeiten als in seiner ersten Saison kommen.

29. Spieltag –Magath gegen Schalke

08. April 2011

Am 29. Spieltag trifft Felix Magath in Gelsenkirchen auf seine Ex-Mannschaft, die unter der Woche Inter Mailand abgeschossen hat und das nun auch mit den Wölfen vor hat. Im Keller könnten Mannschaften wie Köln, Bremen oder Frankfurt einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Eintracht Frankfurt  – Werder Bremen

Heute Abend bestreitet Christoph Daum sein erstes Heimspiel als Frankfurter Trainer. Nach dem glücklichen 1:1 gegen den VfL Wolfsburg gilt es für die Frankfurter nun dreifach zu punkten. Daum redet sein Spieler stark, doch haben es diese in den letzten Spielen weder unter Michael Skibbe noch am letzten Spieltag unter Beweis gestellt. Hoffnung macht Daum die Rückkehr von Pirmin Schwegler ins zentrale Mittelfeld, der dort wieder für Stabilität sorgen sollte. Fraglich ist hingegen wer Kapitän Patrick Ochs (Gelbsperre) ersetzt. Alternativen auf der offensiven Außenposition sind Heller, Fenin, Köhler und Kittel.

In Bremen könnte mit einem Sieg die größten Abstiegssorgen ad acta gelegt werden. Mit dann 36 Punkten sollten die Bremer so gut wie gesichert sein. Doch stehen hinter einigen Bremer Stammspielern Fragezeichen. Per Mertesacker hat sich einen Infekt eingefangen, Tim Borowski hat Probleme mit seinem operierten Fußgelenk und Claudio Pizarro verletzte sich beim Länderspielcomeback für Peru vorletzten Dienstag gegen Ecuador am Sprunggelenk und konnte seitdem nicht mehr auf dem Platz trainieren. Die Einsatzchancen bei Mertesacker und Borowski stehen nicht schlecht. Bei Pizarro hingegen halten die Ärzte hingegen Einsatz für zu früh.

FC Schalke – VfL Wolfsburg

In dieser Saison konnten die Schalker selten nach Champions League-Auftritten überzeugen. Doch dieses Mal könnte dies anders sein. Nach dem sensationellen und spektakulären 5:2 Erfolg in Mailand steht der Fokus auf dem Spiel gegen den Ex-Trainer. Spieler wie Alexander Baumjohann, Hans Sarpei und Edu wollen Felix Magath beweisen, dass sie die Klasse haben, die ihnen Magath am Ende nicht mehr zugetraut hat. Ralf Rangnick hat es schnell geschafft seine Vorstellungen umzusetzen. Seine offene und kommunikative Art kommt bei den Spielern gut an. Die Mannschaft strotzt vor Selbstbewusstsein. Deshalb sollte es auch keine großen Änderungen im Vergleich zum Spiel am Dienstag geben.

Für Felix Magath ist es zwar nicht sein erstes Spiel gegen einen Ex-Klub, doch wird diese Spiel ein besonderes für ihn sein. Die Chance der Wolfsburger könnte darin bestehen, dass die Schalker Spieler überdrehen, weil sie zu viel wollen. Doch fallen mit Friedrich und Mandzukic zwei Spieler aus, die erst einmal ersetzt werden müssen.

Hamburger SV – Borussia Dortmund

Langsam kehrt in Hamburg Ruhe ein. Training Michael Oenning arbeitet ohne große Nebengeräusche mit der Mannschaft. Zwar ist seine Zukunft noch nicht geklärt, doch besteht die Möglichkeit, dass Oenning auch nächstes Jahr Trainer in Hamburg bleibt. Auf Trennung stehen die Zeichen bei Piotr Trochowski, der zum FC Sevilla wechselt und Frank Rost dessen Vertrag nicht verlängert. Bei Paulo Guerrero, Guy Demel, Jonathan Pitroipa und Eljero Elia ist es fraglich, ob sie zur neuen Saison für die Hanseaten auflaufen.  Bei Mladen Petric, Ze Roberto und David Jarolim stehen demnächst auch Gespräche an, die Chance, dass sie weiterhin für den HSV spielen stehen gut.

In Dortmund bewahrt das Führungstrio weiterhin Ruhe und lässt sich nicht von der Euphorie anstecken. Nach dem letzten Erfolg gegen Hannover sollte auch dem letzten Kritiker klar, dass die junge Dortmunder Mannschaft auch mit Druck klar kommt. Aus dem Spielen gegen Leverkusen, München und Hannover holte Dortmund 15 von möglichen 18 Punkten und die Niederlage gegen Leverkusen datiert vom 1.Spieltag.

SC Freiburg – TSG Hoffenheim

Das Spiel der Mannschaften für die es weder nach unten noch nach oben geht. In Freiburg wird schon an der nächsten Saison gearbeitet. Mit Marcus Sorg steht der Nachfolger mit Robin Dutt schon fest. Ömer Toprak wird Dutt wohl nach Leverkusen folgen. Freiburg wird wie in der Vergangenheit bei den Neuzugängen auf eigene Talente und unbekannte, junge Spieler setzen, die in Freiburg den Durchbruch schaffen wollen.

In Hoffenheim hingegen ist die Trainerfrage noch offen. Holger Stanislawski ist ein heißer Kandidat in Hoffenheim. Zwar äußert sich Manager Tanner nicht zur Trainerdiskussion. Jedoch konnte Marco Pezzaiouli die Erwartungen bisher nicht erfüllen. Die Mannschaft spielt zwar offensiv, aber ohne Durchschlagskraft. Die Hoffenheimer besitzen eine junge, talentierte Mannschaft, die ihr Potenzial noch nicht abgerufen hat.

Hannover 96 – FSV Mainz

Am Samstag kommt es zum Kampf um die Europa-League-Plätze. Zwar schielen die Hannoveraner noch auf Platz 3. Doch ist davon auszugehen, dass Bayern diesen bis zum Saisonende nicht mehr abgeben werden. Slomka verspricht das sein Team wie immer Vollgas geben wird. Doch treffen in diesem Spiel zwei ähnliche Systeme aufeinander. Stabile Defensive, eine klare Strategie und schnelles Umkehrspiel zeichnen die beiden Mannschaften aus. Sollte beiden Mannschaften doch nicht das Risiko suchen, könnte es dazu führen, dass sie sich neutralisieren. Bei den Hannoveranern wird Slomka wohl wieder auf Ron-Robert Zieler im Tor zurückgreifen können. Ansonsten wird er den Feldspielern aus dem Dortmund-Spiel vertrauen. Thomas Tuchel hingegen kann nicht aus dem vollem schöpfen. Elkin Soto (Oberschenkelzerrung) und Christian Fuchs (Gelbsperre) stehen nicht zur Verfügung.

1.FC Nürnberg – Bayern München

Nach zuletzt zwei Niederlagen geht es für Nürnberg darum wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die Niederlagen gegen Bremen und in Köln waren zwar unnötig, doch sind die Nürnberger realistisch genug, sich jetzt keine Krise einreden zu lassen. Im Derby gegen die Bayern haben die Nürnberger nichts zu verlieren. Ein Sprung auf Platz 5 ist zwar möglich doch kein Muss. Personell kann Dieter Hecking aus dem Vollen schöpfen. Nach sechswöchiger Verletzungspause wird Julian Schieber wieder in den Kader zurückkehren und als Joker wieder zur Verfügung stehen.

In München hingegen ist die Verteidigung des dritten Platzes, den man sich am letzten Spieltag im Fernduell gegen Hannover erobert hat, Pflicht. Doch wurde das Sportliche diese Woche nicht so beachtet wie das Verhalten der Fans beim letzen Heimspiel. Eine kleine Gruppe hat es sich rausgenommen Kritik an Uli Hoeneß zu äußern. Der Vorstand hat sich ganz klar von diesen Fans distanziert und hofft damit einen Selbstreinigungsprozess in Gang gesetzt zu haben. Sportlich muss sich auch ein Selbstreinigungsprozess stattfinden. Zwar wurde das letzte Spiel gegen Mönchengladbach gewonnen, doch wird sich die Führung solch eine Leistung nicht noch einmal gefallen lassen. Louis van Gaal wird wohl der  Elf vom letzten Wochenende vertrauen. Man darf gespannt sein, ob sie dieses Vertrauen rechtfertigen.

VfB Stuttgart – 1.FC Kaiserslautern

Die beiden Mannschaften, die direkt vor den Abstiegsplätzen stehen treffen aufeinander. Die sorgt für Brisanz. Ist die Gefahr doch groß, dass sich der Verlierer dieser Partie am Ende dieses Spieltages auf einem Abstiegsplatz befindet. In Stuttgart hofft Trainer Bruno Labbadia den Trend der letzten Wochen erfolgreich fortsetzen zu können. Die letzten fünf Spiele wurden nicht verloren. Er will nicht schön, sondern erfolgreich spielen. Dafür steht ihm auch so gut wie der ganze Kader zur Verfügung. Deshalb sollte es in der Startelf auch keine Änderungen geben. Kaiserlautern hat letzte Woche nach Spielen ohne Niederlage gegen Leverkusen verloren. Doch wirft dies die Pfälzer nicht aus der Bahn. Fraglich ist, ob Trainer Marco Kurz auf Ivo Ilicevic und Jan Moravek zurückgreifen kann. Der Ausfall der Stammkräfte könnte das Offensivspiel der Lauterer sehr hemmen.

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln

Am Sonntag kommt es zum rheinischen Derby.  Es kommt zum Duell der schlechtesten Heimmannschaft gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft. Beim Hinspiel befanden sich beiden Mannschaften noch in akuter Abstiegsnot und Gladbach fertigte die Kölner mit einer 4:0-Klatsche ab. Seitdem sind die Wege der rheinischen Rivalen auseinander gegangen. Gladbach ist immer noch Tabellenletzter und die Chancen die Klasse zu halten werden von Spieltag zu Spieltag schlechter. Die Kölner hingegen benötigen noch einen Sieg, um dann mit 38 Punkten so gut wie gerettet zu sein. Neben dem vorzeitigen Klassenerhalt ist Frank Schaefer die interessanteste Personalie am Geißbockheim. Zwar hat der Trainer schon zu Amtsantritt verkündet, dass er erst bei Klassenerhalt über eine Vertragsverlängerung verhandelt, doch entstehen die ersten Gerüchte, dass Schaefer am Saisonende zur U23 zurückkehren möchte. Gründe sollen sein, dass ihm das Rampenlicht, in dem er steht nicht gefällt und er zeitlich so sehr verplant, dass ihm nicht genug private Zeit bleibt. Für die Kölner wäre es ein herber Verlust. Hat doch Schaefer der Mannschaft  in den letzten Monaten der Mannschaft  Spielkultur und Selbstbewusstsein vermittelt. Ebenso stehen die Fans hinter dem kölschen Trainergespann Schaefer / Lottner.

Der Trainerwechsel in Gladbach hat seine Wirkung auch nicht verfehlt. Doch kam dieser wahrscheinlich zu spät. Am Sonntag könnte es dann auch zum Pflichtspieldebüt von Marc Andre ter Stegen im Tor der Gladbacher kommen. Nachdem sich ter Stegen im ersten Training unter Favre verletzt hat und nun wieder im Training  ist, sind die Chancen groß, dass er auch aufgestellt wird. Haben sich seine Vorgänger doch nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. In Köln könnte Adil Chihi für Christian Clemens in die Startelf rücken. Nach seiner Degradierung im Herbst in die U23, hat sich Chihi wieder in den Fokus gespielt und laut Volker Finke besteht jetzt sogar die Chance auf eine Vertragsverlängerung.

Bayer Leverkusen – FC St. Pauli

Zum Abschluss des Spieltages kommt es zum Duell Tabellenzweiter gegen Tabellenvorletzter. Der Tabellenplatz spiegelt auch das momentane Leistungsniveau der beiden Mannschaften wieder. Leverkusen ist die beste Mannschaft der Rückrunde und spielt seit Jahren mal wieder eine konstante Saison ohne Rückschläge. Auf der anderen Seite die Kicker vom Kiez, die ihre letzten sechs Spiele verloren haben. Diese Negativserie wurde letzte Woche beim Spiel gegen Schalke noch von dem Becherwurfskandal überschattet, welches zu Folge hat, dass St. Pauli vielleicht ein Geisterspiel austragen  muss. Sportlich konnte Holger Stanislawski die Ausfälle in der Defensive bisher nicht kompensieren. Hoffnung macht die schnelle Genesung von Fabio Moreno, der am Wochenende vielleicht wieder zur Verfügung stehen könnte Au der anderen Seite hingegen kann Jupp Heynckes fast auf seinen ganzen Kader zurückgreifen. Bis auf Renato Augusto (Faserriss) und Manuel Friedrich (Trainingsrückstand) sind alle Spieler fit. Sollte die Leverkusener ihre Leistung diese Saison bis zum Saisonende konservieren können, sollte ihnen Platz 2 nicht mehr zu nehmen sein.

Das Trainerkarussel in Italien dreht sich schneller als in der Bundesliga

04. April 2011

In der Seria A hat der US Palermo seinen Trainer Serse Comsi nach nur 36 Tagen wieder entlassen. In vier Spielen ging Palermo dreimal als Verlierer vom Platz. Zuletzt ging Palermo beim Derby gegen Catania Calcio mit 0:4 unter. Dies war für Präsident Zamparani Grund genug  Comis nach knapp mehr als einem Monat zu entlassen. Kurioserweise ist Comsis Nachfolger sein Vorgänger. Delio Rossi wird ab sofort das Training leiten. Dieses passt allerdings zur Philosophie von Zamparani. Es war bereits die 18. Trainerentlassung für Zamparani seit 2002. In der Seria A war es bereits die 13. Trainerentlassung der Saison 2010 / 2011.

28. Spieltag – Der Endspurt beginnt

01. April 2011

Nach der Länderspielpause geht es für die Bundesliga-Vereine in die letzten 7 Spiele der Saison. Das Trainerkarussel hat aufgehört sich zu drehen und bis zum Saisonende sollte es auch keinen Trainerwechsel mehr geben. Im Schlussspurt  geht es um die Meisterschaft, Europa und den Klassenerhalt. Am heutigen Abend treten die Schalker auf dem Kiez beim FC St. Pauli an. Am Samstag kommt es zum Topspiel Erster gegen Dritter. Borussia Dortmund empfängt Hannover 96. Der Spieltag wird durch das Duell der Trainer abgeschlossen. Felix Magath empfängt mit seinen Wölfen Eintracht Frankfurt um Christoph Daum.

Schalke im Abstiegskampf? – Kann St. Pauli noch gewinnen?

Am heutigen Abend kommt es zu Beginn des 28. Spieltages zur Partie FC St. Pauli gegen Schalke 04. Laut Ralf Rangnick geht für Schalke um den Klassenerhalt. Seiner Rechnung nach sollten dafür noch zwei Siege notwendig sein. Der erste Sieg soll auf dem Kiez eingefahren werden. Bei einer Niederlage hingegen wären die Schalker, mehr als jemals zuvor im Abstiegskampf. In den ersten beiden Wochen auf Schalke hat Rangnick versucht, den Spielern zu vermitteln, kompakt zu stehen, schnell den Ball zu erobern und dann mit Zug nach vorne zu spielen und den schnellen Abschluss zu suchen. Das war jedoch schwer, da sich einige seiner Spieler auf Länderspielreise befanden. Die Aufstellung wird derer der letzen Woche ähneln. Im Sturm wird Marco Gavranovic auflaufen, da Klaas Jan Huntelaar weiterhin ausfällt. Ansonsten wird es keine Überraschungen geben.

Nach fünf Verteidigern, hat sich mit Fabian Boll nun auch ein Mittelfeldspieler verletzt. Im Training zog sich Boll einen Bänderriss zu. Die medizinische Abteilung versucht Boll für heute Abend noch fit zu kriegen, doch scheint dies mehr als fraglich zu sein. Als Ersatz für Boll würde Dennis Daube an die Seite von Matthias Lehmann rücken. Nach fünf Niederlagen in Folge geht für die Kiezkicker darum, den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Jedoch sprechen die Verletzungsmisere und Sturmflaute aktuell gegen die Hamburger. Momentan wäre es als Erfolg zu betrachten, wenn man den Relegationsplatz erreichen würde. In Frankfurt und Wolfsburg wurden neue Trainer installiert, die die Mannschaft auf den letzten Meter noch in die Erfolgsspur bringen sollen. Der Trainerwechsel in Stuttgart trägt Früchte. Bruno Labbadia lässt nicht schön, dafür aber erfolgreich spielen und in Kaiserslautern haben sie ihre Krise auch überwunden. Acht Punkte aus den letzten vier Spielen sprechen für sich.

Das Spitzenspiel

Der Überraschungsdritte Hannover tritt beim  Tabellenführer in Dortmund an. Für Hannover geht es darum die Bayern im Kampf um Platz 3 auf Distanz zu halten. Jedoch können die Hannoveraner entspannt an die Sache herangehen. Mit acht Punkten Vorsprung auf Platz 6 sollte die Teilnahme an der Europa League gesichert sein. Die Spielweise der Dortmunder sollte der Truppe von Slomka entgegenkommen. Dortmund spielt nach vorne und versucht den Gegner unter Druck zu setzen. Dies sollte Hannover die Möglichkeit geben die Dortmunder aus zu kontern, wenn diese nach vorne rücken. Doch muss Hannover aufpassen, nicht wie im Hinspiel, das sie 0:4 verloren, unter die Räder zu kommen. Personell kann Slomka fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Torwart Ron Robert Zieler stehen ihm alle Spieler zu Verfügung.

Auch Jürgen Klopp kann, bis auf Shinji Kagawa, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, weshalb es auch keine Überraschungen zu erwarten sind. Nach zwei sieglosen Spielen wird es für die Dortmunder wieder Zeit dreifach zu punkten, um die Konkurrenz aus Leverkusen nicht noch näher ran rücken zu lassen. Sieben Punkte Vorsprung sollten eigentlich ausreichen. Doch wer weiß, wie die junge Dortmunder Mannschaft reagiert, wenn es nach diesem Spieltag nur noch vier Punkte sein sollten.

Magath gegen Daum

Am Sonntag kommt es zum Duell der Meistertrainer. ChristophDaum, Meister mit Stuttgart und Felix Magath, Meister mit Bayern und Wolfsburg haben diesmal das Ziel, ihre Mannschaften in der Bundesliga zu halten. Auf der einen Seite Daum, der seine Spieler motiviert und auf der andere Seite Magath, der seine Spieler mit harter Hand führt. Am Sonntag wird sich zeigen, welcher Stil der Erfolgreichere ist. Für Wolfsburg, auf Platz 17 platziert, ist ein Sieg notwendig. Frankfurt hingegen würde auch ein Unentschieden reichen, um den Abstand auf den direkten Abstiegsplatz zu halten. Bei beiden Mannschaften ist noch offen wer im Tor steht. Zwar ist Oka Nikolov nach seiner Verletzung noch nicht topfit, doch konnte Ralf Fährmann in den letzten Wochen nicht restlos überzeugen. Bei Wolfsburgern hat Diego Benaglio schon die ganze Saison mit Verletzungen und daraus resultierenden Formproblemen zu kämpfen. Als Alternative steht Simon Lenz bereit. Gerade im Abstiegskampf ist es wichtig, dass sich die Abwehr auf seinen Torwart verlassen kann. Ansonsten wird es bei Daum keine großartigen Änderungen in der Startelf geben. Bei Magath hingegen stellt sich die Frage, wer Simon Kjaer ersetzt, falls der nach seiner Verletzung bei der Nationalmannschaft nicht spielfähig sein sollte. Ebenso ist noch offen, ob Ashkan Dejagah oder Cicero im Mittelfeld aufläuft. Im Sturm sucht Magath noch einen Partner für Grafite. Zur Wahl stehen Patrick Helmes und Mario Mandzukovic. Am stellt sich die Frage. Wer ist hier der Retter.