Nur noch drei Spieltage bis zum Saisonende und weder in der Meisterschaft, im Kampf um Europa, noch im Abstiegskampf sind Entscheidungen gefallen. Doch anstatt sich einige Vereine auf das Sportliche konzentrieren, geht es dort drunter und drüber.
Der Geißbock ohne Schaefer
Nachdem Frank Schaefer in der letzten Woche verkündet hat, dass er zum Saisonende sein Traineramt niederlegen wird überschlugen sich diese Woche die Ereignisse. Nach der desolaten Vorstellung der 1:4-Klatsche in Wolfsburg hat Frank Schaefer sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Bis zum Saisonende wird Sportdirektor Volker Finke die Geschicke leiten. Glaubt man den FC-Verantwortlichen, war es die einzige Lösung Finke zu installieren. Er kenne die Mannschaft und kann sofort an den richtigen Hebeln ansetzen. Nach der Saison will Finke allerdings wieder den Trainer posten wieder verlassen. Jedoch wirft der Rücktritt von Schaefer auch einige Fragen auf. Ist es Finke, der Schaefer, aus dem Amt getrieben hat? Schaefer dementiert dies und begründet seine Entscheidung damit, dass er das Gefühl habe, seinem FC in dieser Situation mehr zu schaden als zu helfen. Warum haben die Medien solch eine Stimmung gemacht. Schon nach seinem ersten Spiel hat Schaefer verkündet, dass er über eine Vertragsverlängerung erst nach dem Klassenerhalt verhandelt wird. Hätte man ihm die Zeit nicht einfach geben können?
Tiger will die Fohlen führen
In Mönchengladbach will Stefan „Tiger“ Effenberg das Ruder an sich reißen. Dieser Woche ließ Effenberg verlauten an der Seite von Norbert Kox, Präsident Rolf Königs stürzen zu wollen. Effenberg geht als Kandidat der „initiative Borussia ins Rennen. Effenberg will mit einem Kompetenzteam die Gladbacher dahinführen, wo er sie für ihn hingehören und das ist die obere Tabellenhälfte. Die Entscheidung wie es in Gladbach weitergeht fällt am 29. Mai, wenn die Mitglieder entscheiden, wer für sie die Zukunft des Vereins sein soll.
Schweinsteiger lässt die Sau raus
In München liegen die Nerven blank. Die Champions League ist in Gefahr. Arjen Robben kritisiert die Führung in Person von Philipp Lahm. Dieser behält jedoch die Nerven und antwortet bedacht und nüchtern. Was man von Bastian Schweinsteiger nicht sagen kann. Schweinsteiger hat einen Reporter als „Pisser“ und „Arschloch“ tituliert. Dieser Reporter, namentlich Christian Falk von der Sport Bild, hat Schweinsteiger in seinem Artikel als „Chefchen“ bezeichnet und ihm unterstellt, dass er unter dem Druck der Erwartungen zusammenbreche und dass am Ende auch Louis van Gaal über ihn gestürzt sei. Dies ließ Schweinsteiger nicht auf sich sitzen und erwiderte Falk deutlich, „So wie du schreibst, hast du keine Ahnung“, wandte sich Schweinsteiger direkt an Falk. „Du hast ja auch so viele Spiele bestritten. Du siehst nicht den richtigen Fußball. Glaubst du, Louis van Gaal hat sich hier immer umsonst aufgeregt, wenn er ständig argumentieren musste? … Ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr. Wegen so einem Pisser brauche ich mich nicht so zutexten lassen. Arschloch…“
Die ersten Entscheidungen stehen an
An diesem Wochenende wird aber auch Fußball gespielt. Da am Sonntag der 1. Mai ist, finden am heutigen Abend 2 Spiele und morgen die restlichen 7 Spielen statt. Für Dortmund besteht die Chance bei einem Sieg und gleichzeitiger Niederlage der Leverkusener in Köln die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Die Kölner hingegen, könnte bei einer Niederlage gegen Leverkusen und wenn Frankfurt und Wolfsburg ihre Spiele gewinnen, am Ende des Spieltages auf dem Relegationsplatz rangieren. Außerdem gibt es das Fernduell zwischen München und Hannover, in dem Hannover momentan vorne liegt. In München wird zum aufeinander Treffen mit Schalke und Manuel Neuer kommen. Durch so seine Leistung wie im Champions League Spiel gegen Manchester, könnte Neuer der Bayern-Offensive den letzten Nerv rauben und sich selbst die Teilnahme in der Champion League, wenn er nach München wechselt, verbauen. Mainz und Nürnberg kämpfen im Fernduell um Platz 5 und die Teilnahme an der Europa League. Auch wenn es an diesem Spieltag zu den ersten Entscheidungen kommen sollte. Die Bundesliga wird bis zum letzten Spieltag ihren Reiz beibehalten.