Archiv für die Kategorie ‘Bundesliga’

30. Spieltag –Schießt sich Heynckes aus der Champions League?

Freitag, 15. April 2011

FSV Mainz – Borussia Mönchengladbach

Die Gladbacher werden heute Abend versuchen den Schwung aus dem 5:1- Sieg im Rheinderby  gegen den 1. FC Köln mitzunehmen und das erste Mal in dieser Saison zwei Spiele in Serie siegreich zu sein. Durch den Sieg am letzten Wochenende konnten die Gladbacher den Rückstand auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte reduzieren. Für Lucien Favre wird es keine Veranlassung geben die Startelf zu ändern. Im Tor wird wieder Marc Andre ter Stegen stehen, der am letzten Spieltag ein solides Debüt im Kasten gegeben hat. In der Offensive wird Favre wieder auf das Sturmduo um Mike Hanke und Mo Idrissou setzen. Über die Außen werden Marco Reus und Juan Arango für Akzente sorgen.

Die offensiv ausgerichtete Gladbacher Mannschaft könnte die Mainzer vor Probleme stellen. Fällt bei den Mainzern mit Torhüter Heinz Müller und den Innenverteidigern Bo Svensson und Nikolce Noveski der zentrale Abwehrblock verletzt und gesperrt aus. Für die Mainzer geht es darum die erfolgreichste Saison der Bundesligamannschaft mit der Teilnahme an der Europa League zu krönen. Doch mit der derzeitigen Form und den Verfolgern Nürnberg, Hamburg und Freiburg im Nacken wird das noch ein schweres Unterfangen.

St. Pauli – Ein Stück St. Pauli sagt einfach Tschüss

In St. Pauli hat Holger Stanislawski seinen Abschied zum Saisonende bekanntgegeben. Zur neuen Saison wird Stanislawski  Trainer von Hoffenheim. Dort wurde bekanntgegeben, dass Marco Pezzaiuoli s Vertrag als Cheftrainer zum Saisonende aufgelöst wird. Holger Stanislawski ist das Gesicht von St. Pauli. Als Spieler, Manager, Vorsitzender und zuletzt als Trainer stand Stanislawski dem Verein  18 Jahre zur Seite. Er hat alle Höhen und Tiefen des Vereins miterlebt und zusammen mit Manager Helmut Schulte in den letzten Jahren St. Pauli aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga geführt. So war es verständlich, dass ihm „sein“ FC St. Pauli auch sehr am Herzen liegt. In einer sehr emotionalen Pressekonferenz verabschiedete sich Stanislawski. „Ich werde immer den Totenkopf im Herzen tragen, der Verein hat mich mein halbes Leben begleitet. Aber es ist jetzt ein Punkt erreicht, wo die Kraft und Energie weg sind. Der Rucksack wurde in den letzten Jahren immer schwerer“, sagte Stanislawski und beendete die Pressekonferenz mit den Worten: „Und wie sich das für einen ewigen Hamburger gehört, sag ich mal. Tschüss, tschüss, bis bald.“

Bayern München – Bayer Leverkusen

Am Sonntag kommt es Topspiel in der Allianz-Arena. Nachdem die Führungsetage der Münchener am letzten Wochenende unter der Leitung von Louis van Gaal das Erreichen von Platz 3 und somit die Champions-League-Teilnahme in Gefahr sahen, hat Andres Jonker das Training bis zum Saisonende übernommen. Erster Maßnahme, es wird sich wieder geduzt und der Last die die Spieler, laut dem Vorstand tragen ist abgefallen. Am Sonntag wird Jonker im Tor auf Hans-Jörg Butt setzen. Jonker begründet diese Entscheidung mit der Tatsache, dass er jetzt keine Zeit hat Spieler auszubilden, er müsse die Champions League erreichen. Jedoch stehen noch einigen Spielern Fragezeichen. Neben dem gesperrten Arjen Robben droht der Ausfall von Bastian Schweinsteiger und Franck Ribery, die sich unter der Woche im Training verletzten. Die medizinische Abteilung um Bayern-Doc Müller-Wohlfahrt versucht ihr Möglichstes um die Spieler bis Sonntag fit zu bekommen.

Auf der anderen Seite tritt Jupp Heynckes, der neue Trainer der Bayern in der kommenden Saison, an. Sein Ziel ist es mit Leverkusen mindestens Platz 2 und somit die Vize-Meisterschaft zu erringen. Leise Hoffnung macht man sich in Leverkusen auf Platz 1, doch liegt das nicht mehr in der eigenen Hand. Viel wurde darüber spekuliert, ob es nicht um Wettbewerbsverzerrung handelt, wenn Henyckes mit Leverkusen bei seiner neuen Mannschaft antritt. Doch erscheint dieses unsinnig. Zum einen steht Heynckes seit Jahren für Integrität und zum anderen sind die Leverkusener Spieler gewillt diesen zweiten Platz zu verteidigen. Als beste Rückrundenmannschaft wird die Bayer-Elf in München vor Selbstbewusstsein strotzen und den Bayern Paroli bieten.

Tolgay Arslan – Rückschritt als Karrieresprung

Mittwoch, 13. April 2011

Tolgay Arslan (*16.08.1990) sorgt momentan im offensiven Mittelfeld von Alemannia Aachen für Furore. Das erste Mal für Aufsehen sorgte Tolgay Arslan allerdings, als er nach der Saison 2008 / 2009 von Borussia Dortmund zum Hamburger SV wechselte. Als überragender Spieler in der A-Jugend des BVB sah Tolgay Arslan eine bessere Perspektive in Hamburg. Jürgen Klopp zeigte ihm zwar eine Perspektive in der ersten Mannschaft auf. Doch die Gespräche mit Dietmar Beiersdorfer und Martin Jol überzeugten Tolgay Arslan.

Explosion in der Jugend

Tolgay Arslan wechselte 2003 als C-Jugendlicher von Grün Weiß Paderborn zu Borussia Dortmund und durchlief in Dortmund die Jugendakademie. Eine Leistungsexplosion gelang Tolgay Arslan in seinem zweiten A-Jugend Jahr in der Saison 2008 / 2009. Mit 30 Toren in 26 Spielen führte Tolgay Arslan den BVB ins Finale um die deutsche Meisterschaft, welches zusammen mit Lasse Sobiech und Mario Götze  gegen den FSV Mainz 05 verloren ging. Seinen Leistungssprung verdankt Tolgay Arslan seinem Trainer Peter Hyballa, der ihm die nötigen Freiheiten gab und Physiotherapeut Bernd Albers, der mit ihm Extraeinheiten absolvierte. Die Stärken von Tolgay Arslan sind das Dribbling und die Technik. Ausbaufähig hingegen sind die Rückwärtsbewegung und die Bewegung ohne Ball. Die Stärken sind auch dem türkischen Fußballverband nicht verborgen geblieben. Tolgay Arslan bestritt im September 2009 ein Spiel für die U21-Nationalmannschaft der Türkei. Doch ließ sich Arslan, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, offen noch für den DFB zu spielen. Diesen März hat sich Arslan nun für den DFB entschieden und auch schon sein erstes U20-Länderspiel bestritten.

In Aachen schließt sich der Kreis

In Hamburg schaffte Tolgay Arslan den Durchbruch nicht. Fünf Spiele in der Bundesliga. Ansonsten Spiele in der zweiten Mannschaft, führten dazu, dass sich Spieler und Verein auf eine Ausleihe einigten. Mit der Ausleihe vom HSV zu Alemannia Aachen trifft Tolgay Arslan auf einen alten Bekannten. Trainer der Alemannen ist Peter Hyballa, der Arslan schon in der A-Jugend des BVB trainierte. In Dortmund harmonierten die beiden schon, was Tolgay Arslan den Einstieg in Aachen natürlich erleichterte. Bisher bestritt Tolgay Arslan alle 29 Spiele und hat in diesen 6 Tore und 4 Vorlagen zu Buche stehen. Die Entwicklung von Tolgay Arslan wird die Verantwortlichen des HSV erfreuen. Sieht es doch so aus, als dass mit Ruud van Nistelrooy, Paulo Guerrero, Jonathan Pitroipa und Eljero Elia vier Offensivkräfte die Elbe verlassen werden. Mit einer neuen Führung  und Perspektive beim HSV sollte Tolgay Arslan auch zu mehr Einsatzzeiten als in seiner ersten Saison kommen.

29. Spieltag –Magath gegen Schalke

Freitag, 08. April 2011

Am 29. Spieltag trifft Felix Magath in Gelsenkirchen auf seine Ex-Mannschaft, die unter der Woche Inter Mailand abgeschossen hat und das nun auch mit den Wölfen vor hat. Im Keller könnten Mannschaften wie Köln, Bremen oder Frankfurt einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Eintracht Frankfurt  – Werder Bremen

Heute Abend bestreitet Christoph Daum sein erstes Heimspiel als Frankfurter Trainer. Nach dem glücklichen 1:1 gegen den VfL Wolfsburg gilt es für die Frankfurter nun dreifach zu punkten. Daum redet sein Spieler stark, doch haben es diese in den letzten Spielen weder unter Michael Skibbe noch am letzten Spieltag unter Beweis gestellt. Hoffnung macht Daum die Rückkehr von Pirmin Schwegler ins zentrale Mittelfeld, der dort wieder für Stabilität sorgen sollte. Fraglich ist hingegen wer Kapitän Patrick Ochs (Gelbsperre) ersetzt. Alternativen auf der offensiven Außenposition sind Heller, Fenin, Köhler und Kittel.

In Bremen könnte mit einem Sieg die größten Abstiegssorgen ad acta gelegt werden. Mit dann 36 Punkten sollten die Bremer so gut wie gesichert sein. Doch stehen hinter einigen Bremer Stammspielern Fragezeichen. Per Mertesacker hat sich einen Infekt eingefangen, Tim Borowski hat Probleme mit seinem operierten Fußgelenk und Claudio Pizarro verletzte sich beim Länderspielcomeback für Peru vorletzten Dienstag gegen Ecuador am Sprunggelenk und konnte seitdem nicht mehr auf dem Platz trainieren. Die Einsatzchancen bei Mertesacker und Borowski stehen nicht schlecht. Bei Pizarro hingegen halten die Ärzte hingegen Einsatz für zu früh.

FC Schalke – VfL Wolfsburg

In dieser Saison konnten die Schalker selten nach Champions League-Auftritten überzeugen. Doch dieses Mal könnte dies anders sein. Nach dem sensationellen und spektakulären 5:2 Erfolg in Mailand steht der Fokus auf dem Spiel gegen den Ex-Trainer. Spieler wie Alexander Baumjohann, Hans Sarpei und Edu wollen Felix Magath beweisen, dass sie die Klasse haben, die ihnen Magath am Ende nicht mehr zugetraut hat. Ralf Rangnick hat es schnell geschafft seine Vorstellungen umzusetzen. Seine offene und kommunikative Art kommt bei den Spielern gut an. Die Mannschaft strotzt vor Selbstbewusstsein. Deshalb sollte es auch keine großen Änderungen im Vergleich zum Spiel am Dienstag geben.

Für Felix Magath ist es zwar nicht sein erstes Spiel gegen einen Ex-Klub, doch wird diese Spiel ein besonderes für ihn sein. Die Chance der Wolfsburger könnte darin bestehen, dass die Schalker Spieler überdrehen, weil sie zu viel wollen. Doch fallen mit Friedrich und Mandzukic zwei Spieler aus, die erst einmal ersetzt werden müssen.

Hamburger SV – Borussia Dortmund

Langsam kehrt in Hamburg Ruhe ein. Training Michael Oenning arbeitet ohne große Nebengeräusche mit der Mannschaft. Zwar ist seine Zukunft noch nicht geklärt, doch besteht die Möglichkeit, dass Oenning auch nächstes Jahr Trainer in Hamburg bleibt. Auf Trennung stehen die Zeichen bei Piotr Trochowski, der zum FC Sevilla wechselt und Frank Rost dessen Vertrag nicht verlängert. Bei Paulo Guerrero, Guy Demel, Jonathan Pitroipa und Eljero Elia ist es fraglich, ob sie zur neuen Saison für die Hanseaten auflaufen.  Bei Mladen Petric, Ze Roberto und David Jarolim stehen demnächst auch Gespräche an, die Chance, dass sie weiterhin für den HSV spielen stehen gut.

In Dortmund bewahrt das Führungstrio weiterhin Ruhe und lässt sich nicht von der Euphorie anstecken. Nach dem letzten Erfolg gegen Hannover sollte auch dem letzten Kritiker klar, dass die junge Dortmunder Mannschaft auch mit Druck klar kommt. Aus dem Spielen gegen Leverkusen, München und Hannover holte Dortmund 15 von möglichen 18 Punkten und die Niederlage gegen Leverkusen datiert vom 1.Spieltag.

SC Freiburg – TSG Hoffenheim

Das Spiel der Mannschaften für die es weder nach unten noch nach oben geht. In Freiburg wird schon an der nächsten Saison gearbeitet. Mit Marcus Sorg steht der Nachfolger mit Robin Dutt schon fest. Ömer Toprak wird Dutt wohl nach Leverkusen folgen. Freiburg wird wie in der Vergangenheit bei den Neuzugängen auf eigene Talente und unbekannte, junge Spieler setzen, die in Freiburg den Durchbruch schaffen wollen.

In Hoffenheim hingegen ist die Trainerfrage noch offen. Holger Stanislawski ist ein heißer Kandidat in Hoffenheim. Zwar äußert sich Manager Tanner nicht zur Trainerdiskussion. Jedoch konnte Marco Pezzaiouli die Erwartungen bisher nicht erfüllen. Die Mannschaft spielt zwar offensiv, aber ohne Durchschlagskraft. Die Hoffenheimer besitzen eine junge, talentierte Mannschaft, die ihr Potenzial noch nicht abgerufen hat.

Hannover 96 – FSV Mainz

Am Samstag kommt es zum Kampf um die Europa-League-Plätze. Zwar schielen die Hannoveraner noch auf Platz 3. Doch ist davon auszugehen, dass Bayern diesen bis zum Saisonende nicht mehr abgeben werden. Slomka verspricht das sein Team wie immer Vollgas geben wird. Doch treffen in diesem Spiel zwei ähnliche Systeme aufeinander. Stabile Defensive, eine klare Strategie und schnelles Umkehrspiel zeichnen die beiden Mannschaften aus. Sollte beiden Mannschaften doch nicht das Risiko suchen, könnte es dazu führen, dass sie sich neutralisieren. Bei den Hannoveranern wird Slomka wohl wieder auf Ron-Robert Zieler im Tor zurückgreifen können. Ansonsten wird er den Feldspielern aus dem Dortmund-Spiel vertrauen. Thomas Tuchel hingegen kann nicht aus dem vollem schöpfen. Elkin Soto (Oberschenkelzerrung) und Christian Fuchs (Gelbsperre) stehen nicht zur Verfügung.

1.FC Nürnberg – Bayern München

Nach zuletzt zwei Niederlagen geht es für Nürnberg darum wieder in die Erfolgsspur zu finden. Die Niederlagen gegen Bremen und in Köln waren zwar unnötig, doch sind die Nürnberger realistisch genug, sich jetzt keine Krise einreden zu lassen. Im Derby gegen die Bayern haben die Nürnberger nichts zu verlieren. Ein Sprung auf Platz 5 ist zwar möglich doch kein Muss. Personell kann Dieter Hecking aus dem Vollen schöpfen. Nach sechswöchiger Verletzungspause wird Julian Schieber wieder in den Kader zurückkehren und als Joker wieder zur Verfügung stehen.

In München hingegen ist die Verteidigung des dritten Platzes, den man sich am letzten Spieltag im Fernduell gegen Hannover erobert hat, Pflicht. Doch wurde das Sportliche diese Woche nicht so beachtet wie das Verhalten der Fans beim letzen Heimspiel. Eine kleine Gruppe hat es sich rausgenommen Kritik an Uli Hoeneß zu äußern. Der Vorstand hat sich ganz klar von diesen Fans distanziert und hofft damit einen Selbstreinigungsprozess in Gang gesetzt zu haben. Sportlich muss sich auch ein Selbstreinigungsprozess stattfinden. Zwar wurde das letzte Spiel gegen Mönchengladbach gewonnen, doch wird sich die Führung solch eine Leistung nicht noch einmal gefallen lassen. Louis van Gaal wird wohl der  Elf vom letzten Wochenende vertrauen. Man darf gespannt sein, ob sie dieses Vertrauen rechtfertigen.

VfB Stuttgart – 1.FC Kaiserslautern

Die beiden Mannschaften, die direkt vor den Abstiegsplätzen stehen treffen aufeinander. Die sorgt für Brisanz. Ist die Gefahr doch groß, dass sich der Verlierer dieser Partie am Ende dieses Spieltages auf einem Abstiegsplatz befindet. In Stuttgart hofft Trainer Bruno Labbadia den Trend der letzten Wochen erfolgreich fortsetzen zu können. Die letzten fünf Spiele wurden nicht verloren. Er will nicht schön, sondern erfolgreich spielen. Dafür steht ihm auch so gut wie der ganze Kader zur Verfügung. Deshalb sollte es in der Startelf auch keine Änderungen geben. Kaiserlautern hat letzte Woche nach Spielen ohne Niederlage gegen Leverkusen verloren. Doch wirft dies die Pfälzer nicht aus der Bahn. Fraglich ist, ob Trainer Marco Kurz auf Ivo Ilicevic und Jan Moravek zurückgreifen kann. Der Ausfall der Stammkräfte könnte das Offensivspiel der Lauterer sehr hemmen.

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln

Am Sonntag kommt es zum rheinischen Derby.  Es kommt zum Duell der schlechtesten Heimmannschaft gegen die schlechteste Auswärtsmannschaft. Beim Hinspiel befanden sich beiden Mannschaften noch in akuter Abstiegsnot und Gladbach fertigte die Kölner mit einer 4:0-Klatsche ab. Seitdem sind die Wege der rheinischen Rivalen auseinander gegangen. Gladbach ist immer noch Tabellenletzter und die Chancen die Klasse zu halten werden von Spieltag zu Spieltag schlechter. Die Kölner hingegen benötigen noch einen Sieg, um dann mit 38 Punkten so gut wie gerettet zu sein. Neben dem vorzeitigen Klassenerhalt ist Frank Schaefer die interessanteste Personalie am Geißbockheim. Zwar hat der Trainer schon zu Amtsantritt verkündet, dass er erst bei Klassenerhalt über eine Vertragsverlängerung verhandelt, doch entstehen die ersten Gerüchte, dass Schaefer am Saisonende zur U23 zurückkehren möchte. Gründe sollen sein, dass ihm das Rampenlicht, in dem er steht nicht gefällt und er zeitlich so sehr verplant, dass ihm nicht genug private Zeit bleibt. Für die Kölner wäre es ein herber Verlust. Hat doch Schaefer der Mannschaft  in den letzten Monaten der Mannschaft  Spielkultur und Selbstbewusstsein vermittelt. Ebenso stehen die Fans hinter dem kölschen Trainergespann Schaefer / Lottner.

Der Trainerwechsel in Gladbach hat seine Wirkung auch nicht verfehlt. Doch kam dieser wahrscheinlich zu spät. Am Sonntag könnte es dann auch zum Pflichtspieldebüt von Marc Andre ter Stegen im Tor der Gladbacher kommen. Nachdem sich ter Stegen im ersten Training unter Favre verletzt hat und nun wieder im Training  ist, sind die Chancen groß, dass er auch aufgestellt wird. Haben sich seine Vorgänger doch nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. In Köln könnte Adil Chihi für Christian Clemens in die Startelf rücken. Nach seiner Degradierung im Herbst in die U23, hat sich Chihi wieder in den Fokus gespielt und laut Volker Finke besteht jetzt sogar die Chance auf eine Vertragsverlängerung.

Bayer Leverkusen – FC St. Pauli

Zum Abschluss des Spieltages kommt es zum Duell Tabellenzweiter gegen Tabellenvorletzter. Der Tabellenplatz spiegelt auch das momentane Leistungsniveau der beiden Mannschaften wieder. Leverkusen ist die beste Mannschaft der Rückrunde und spielt seit Jahren mal wieder eine konstante Saison ohne Rückschläge. Auf der anderen Seite die Kicker vom Kiez, die ihre letzten sechs Spiele verloren haben. Diese Negativserie wurde letzte Woche beim Spiel gegen Schalke noch von dem Becherwurfskandal überschattet, welches zu Folge hat, dass St. Pauli vielleicht ein Geisterspiel austragen  muss. Sportlich konnte Holger Stanislawski die Ausfälle in der Defensive bisher nicht kompensieren. Hoffnung macht die schnelle Genesung von Fabio Moreno, der am Wochenende vielleicht wieder zur Verfügung stehen könnte Au der anderen Seite hingegen kann Jupp Heynckes fast auf seinen ganzen Kader zurückgreifen. Bis auf Renato Augusto (Faserriss) und Manuel Friedrich (Trainingsrückstand) sind alle Spieler fit. Sollte die Leverkusener ihre Leistung diese Saison bis zum Saisonende konservieren können, sollte ihnen Platz 2 nicht mehr zu nehmen sein.

28. Spieltag – Der Endspurt beginnt

Freitag, 01. April 2011

Nach der Länderspielpause geht es für die Bundesliga-Vereine in die letzten 7 Spiele der Saison. Das Trainerkarussel hat aufgehört sich zu drehen und bis zum Saisonende sollte es auch keinen Trainerwechsel mehr geben. Im Schlussspurt  geht es um die Meisterschaft, Europa und den Klassenerhalt. Am heutigen Abend treten die Schalker auf dem Kiez beim FC St. Pauli an. Am Samstag kommt es zum Topspiel Erster gegen Dritter. Borussia Dortmund empfängt Hannover 96. Der Spieltag wird durch das Duell der Trainer abgeschlossen. Felix Magath empfängt mit seinen Wölfen Eintracht Frankfurt um Christoph Daum.

Schalke im Abstiegskampf? – Kann St. Pauli noch gewinnen?

Am heutigen Abend kommt es zu Beginn des 28. Spieltages zur Partie FC St. Pauli gegen Schalke 04. Laut Ralf Rangnick geht für Schalke um den Klassenerhalt. Seiner Rechnung nach sollten dafür noch zwei Siege notwendig sein. Der erste Sieg soll auf dem Kiez eingefahren werden. Bei einer Niederlage hingegen wären die Schalker, mehr als jemals zuvor im Abstiegskampf. In den ersten beiden Wochen auf Schalke hat Rangnick versucht, den Spielern zu vermitteln, kompakt zu stehen, schnell den Ball zu erobern und dann mit Zug nach vorne zu spielen und den schnellen Abschluss zu suchen. Das war jedoch schwer, da sich einige seiner Spieler auf Länderspielreise befanden. Die Aufstellung wird derer der letzen Woche ähneln. Im Sturm wird Marco Gavranovic auflaufen, da Klaas Jan Huntelaar weiterhin ausfällt. Ansonsten wird es keine Überraschungen geben.

Nach fünf Verteidigern, hat sich mit Fabian Boll nun auch ein Mittelfeldspieler verletzt. Im Training zog sich Boll einen Bänderriss zu. Die medizinische Abteilung versucht Boll für heute Abend noch fit zu kriegen, doch scheint dies mehr als fraglich zu sein. Als Ersatz für Boll würde Dennis Daube an die Seite von Matthias Lehmann rücken. Nach fünf Niederlagen in Folge geht für die Kiezkicker darum, den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Jedoch sprechen die Verletzungsmisere und Sturmflaute aktuell gegen die Hamburger. Momentan wäre es als Erfolg zu betrachten, wenn man den Relegationsplatz erreichen würde. In Frankfurt und Wolfsburg wurden neue Trainer installiert, die die Mannschaft auf den letzten Meter noch in die Erfolgsspur bringen sollen. Der Trainerwechsel in Stuttgart trägt Früchte. Bruno Labbadia lässt nicht schön, dafür aber erfolgreich spielen und in Kaiserslautern haben sie ihre Krise auch überwunden. Acht Punkte aus den letzten vier Spielen sprechen für sich.

Das Spitzenspiel

Der Überraschungsdritte Hannover tritt beim  Tabellenführer in Dortmund an. Für Hannover geht es darum die Bayern im Kampf um Platz 3 auf Distanz zu halten. Jedoch können die Hannoveraner entspannt an die Sache herangehen. Mit acht Punkten Vorsprung auf Platz 6 sollte die Teilnahme an der Europa League gesichert sein. Die Spielweise der Dortmunder sollte der Truppe von Slomka entgegenkommen. Dortmund spielt nach vorne und versucht den Gegner unter Druck zu setzen. Dies sollte Hannover die Möglichkeit geben die Dortmunder aus zu kontern, wenn diese nach vorne rücken. Doch muss Hannover aufpassen, nicht wie im Hinspiel, das sie 0:4 verloren, unter die Räder zu kommen. Personell kann Slomka fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Torwart Ron Robert Zieler stehen ihm alle Spieler zu Verfügung.

Auch Jürgen Klopp kann, bis auf Shinji Kagawa, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen, weshalb es auch keine Überraschungen zu erwarten sind. Nach zwei sieglosen Spielen wird es für die Dortmunder wieder Zeit dreifach zu punkten, um die Konkurrenz aus Leverkusen nicht noch näher ran rücken zu lassen. Sieben Punkte Vorsprung sollten eigentlich ausreichen. Doch wer weiß, wie die junge Dortmunder Mannschaft reagiert, wenn es nach diesem Spieltag nur noch vier Punkte sein sollten.

Magath gegen Daum

Am Sonntag kommt es zum Duell der Meistertrainer. ChristophDaum, Meister mit Stuttgart und Felix Magath, Meister mit Bayern und Wolfsburg haben diesmal das Ziel, ihre Mannschaften in der Bundesliga zu halten. Auf der einen Seite Daum, der seine Spieler motiviert und auf der andere Seite Magath, der seine Spieler mit harter Hand führt. Am Sonntag wird sich zeigen, welcher Stil der Erfolgreichere ist. Für Wolfsburg, auf Platz 17 platziert, ist ein Sieg notwendig. Frankfurt hingegen würde auch ein Unentschieden reichen, um den Abstand auf den direkten Abstiegsplatz zu halten. Bei beiden Mannschaften ist noch offen wer im Tor steht. Zwar ist Oka Nikolov nach seiner Verletzung noch nicht topfit, doch konnte Ralf Fährmann in den letzten Wochen nicht restlos überzeugen. Bei Wolfsburgern hat Diego Benaglio schon die ganze Saison mit Verletzungen und daraus resultierenden Formproblemen zu kämpfen. Als Alternative steht Simon Lenz bereit. Gerade im Abstiegskampf ist es wichtig, dass sich die Abwehr auf seinen Torwart verlassen kann. Ansonsten wird es bei Daum keine großartigen Änderungen in der Startelf geben. Bei Magath hingegen stellt sich die Frage, wer Simon Kjaer ersetzt, falls der nach seiner Verletzung bei der Nationalmannschaft nicht spielfähig sein sollte. Ebenso ist noch offen, ob Ashkan Dejagah oder Cicero im Mittelfeld aufläuft. Im Sturm sucht Magath noch einen Partner für Grafite. Zur Wahl stehen Patrick Helmes und Mario Mandzukovic. Am stellt sich die Frage. Wer ist hier der Retter.

Christian Bickel – Folgt er Marcus Sorg zu den Profis?

Mittwoch, 30. März 2011

In Freiburg sieht man sich als Ausbildungsverein. Junge Spieler aus der eigenen Jugend oder unbekannte Spieler werden  in Freiburg gefördert und gefordert. Unter Volker Finke und Robin Dutt haben viele Spieler in Freiburg den Durchbruch geschafft. Zu nennen sind da Spieler wie Jörg Heinrich und Jens Todt unter Finke. Sowie Demba Cisse und Ömer Toprak unter Dutt.

Um dieses Konzept auch weiter zu führen, haben sich die Verantwortlichen der Breisgauer für eine interne Lösung entschieden. Nachdem der Wechsel von Dutt nach Leverkusen bekannt gegeben wurde, wurde mit Marcus Sorg der Trainer der Regionalliga-Mannschaft vorgestellt, der ab der neuen Saison das Training leiten soll. Dieses eröffnet natürlich für einige junge Spieler, den Sprung zu den Profis zu schaffen. Einer von diesen könnte Christian Bickel sein.

Christian Bickel – Spielmacher mit Torriecher

Christian Bickel (*27.01.1991) wurde in Bad Langensalza geboren und spielte bis zur A-Jugend bei Rot-Weiss Erfurt, bevor er während der Saison 2008 / 2009 nach Freiburg wechselte.

In seiner ersten Saison in Freiburg erreichte Christan Bickel mit der A-Jugend die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Im Halbfinale verlor man allerdings mit 1:3 gegen Borussia Dortmund, die unter anderem mit Mario Götze und Lasse Sobiech antraten. Diese beiden Mannschaften bestritten auch das Finale um den DFB-Junioren-Vereinspokal, in dem die Freiburger das Feld, nach Elfmeterschießen, als Sieger verließen. In der darauffolgenden Saison etablierte sich Christan Bickel und erzielte3 Tore in 25 Spielen in der A-Jugend-Bundesliga Süd / Südwest. Als Belohnung, für seine guten Leistungen, durfte Christian Bickel am 33. Spieltag der Regionalliga Süd sein Debüt im Seniorenbereich geben. In dieser Saison rückte der beidfüßige Spielmacher Christian Bickel in die Zweite Mannschaft der Breisgauer auf und hat sich beeindruckend schnell in der Regionalliga etabliert. Als Stammspieler bestritt Christian Bickel bisher 23 Spiele und erzielte in diesen 10 Tore. (Stand 30.03.2011)

Diese guten Leistungen sind dem DFB auch nicht verborgen geblieben. Im Oktober nominierte U20-Trainer Ralf Minge Christian Bickel und setzte ihn gegen die U20 der Schweiz erstmalig ein. Auch unter dem neuen Trainer Frank Wormuth gehört Christian Bickel dem Kader der U20-Nationalmannschaft an. Sollte Christian Bickel sein Talent weiterhin so abrufen, wird er mit Marcus Sorg, nächste Saison, sicherlich einen Fürsprecher finden, der ihm zu den ersten Einsätzen in der Bundesliga verhelfen wird.

Saisonendspurt – Wie sieht es bei den Bundesligisten vor den letzten 7 Spielen der Saison aus? Teil 3

Sonntag, 27. März 2011

Die Länderspielpause ermöglicht es uns,  die Bundesligisten vor dem Saisonendspurt zu durchleuchten. Wie sind die Perspektiven für den Rest der Saison? Haben die Trainerwechsel den erwünschten Erfolg gebracht beziehungsweise was versprechen sich die Vereine vom Trainerkarussell der letzten Wochen? Wie sehen die Planungen für die neue Saison aus?

Plätze 13-18: Abstiegskampf

1.FC Kaiserslautern

In Kaiserslautern haben sie die Kurve bekommen. Die beiden letzten Spielen gewonnen und 8 Punkte aus den letzten 4 Spielen geholt. Doch waren die Macher Stefan Kuntz und Marco Kurz vorher auch schon nicht in Panik geraten. Auf dem Betzenberg ist es seit Saisonbeginn klar, dass man bis zum Saisonende gegen den Abstieg spielen würde. Nachdem die Hinrunde mit 21 Punkten zufriedenstellend gelaufen ist. Kam man zu Beginn der Rückrunde nicht in Tritt. Srdjan Lakic, in der Hinrunde der erfolgreichste Torschütze der Pfälzer hat bis zum heutigen Tage in der Rückrunde noch kein Tor erzielt. Hinzu kam, dass Lakic schon zu seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg bekannt gegeben hat. Einige Fans vom Betzenberg haben dies als Blitzableiter für ihren Frust genutzt und alles an Lakic ausgelassen. Zwar handelt es sich hier um eine Minderheit, doch war diese laut genug um Unruhe im Umfeld zu schaffen. Lakic wirkte durch diese Kritik noch mehr verunsichert und traf Bälle nicht, die er in der Hinrunde selbstverständlich rein gemacht hätte. Zum Glück für Lautern traten andere Spieler in die Bresche. Erwin Hoffer und Adam Nemec trafen gegen Freiburg und sicherten damit wichtige 3 Punkte. Auch Glück spielt im Abstiegskampf eine Rolle. Zentimeter können entscheiden, ob der Ball gegen Pfosten oder ins Tor geht. Das Glück im letzten Spiel gegen Borussia  Mönchengladbach war das Unvermögen von Logan Bailly im letzten, als der nach einer harmlosen von Christian Tiffert sich den Ball selbst ins Tore boxte. Für Kaiserslautern wird es ein Zittern um den Klassenerhalt, bis zum letzten Spieltag geben. Doch haben es die Pfälzer in der eigenen Hand. Bis auf die Partien gegen Leverkusen und Nürnberg geht es ausschließlich gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Eintracht Frankfurt

Die Frankfurter sind, mit 5 Punkten und 3 Toren, die schlechteste Rückrundenmannschaft und haben ihren Chef Heribert Bruchhaben zu dem Schritt gezwungen, der als letzte Möglichkeit gilt. Michael Skibbe wurde beurlaubt und mit Christoph Daum kehrt ein alter Bekannter in die Bundesliga zurück. Trotz des Sieges am letzten Spieltag gegen St. Pauli sah Bruchhagen das Ziel Klassenerhalt in Gefahr. Mit Christoph Daum erhofft er sich neue Impulse und dass die Mannschaft schnellstmöglich den Klassenerhalt sichert. Angewiesen sind die Frankfurter auf die Tore von Theofanis Gekas. Mit 14 Toren war Gekas der erfolgreichste Torjäger der Hinrunde. Seine ersten beiden Tore in der Rückrunde bescherten der Eintracht den ersten Erfolg der Rückrunde. Doch zeigt die Tendenz immer noch nach unten. In Frankfurt hat sich in der Hinrunde niemand mit dem Thema Abstieg befasst. In der Hinrunde kursierte immer  die magische 50 im Raum. Ziel war es am Ende der Saison 50 Punkte und mehr zu erreichen. Sollte es Daum nicht gelingen, die Spieler auf den Abstiegskampf einzustellen, werden die Frankfurter noch ein blaues Wunder erleben.

VfB Stuttgart

Die letzten 4 Spiele sprechen für den Klassenerhalt der Stuttgarter. Die Mannen von Bruno Labbadia holten 10 Punkte und befinden sich momentan auf Platz 15, der für den Klassenerhalt ausreichend wäre. Unter Labbadia spielen die Schwaben zwar keinen schönen, aber einen erfolgreichen Fußball und das zählt am Ende. Die Verpflichtung von Labbadia wurde anfangs kritisiert. Es fehle ihm die Erfahrung im Abstiegskampf und in seinen vorherigen Vereinen konnte er sich auch nicht über längere Zeit durchsetzen. Labbadia versucht seine Mannschaft über die Spielerische Komponente und nicht über den Kampf  das Spiel zu gestalten. Ebenso greift Labbadia auch hart durch. Ciprian Marica wurde aufgrund fehlender Einstellung suspendiert. Nachdem sich b ei Sven Ulreich die Unsicherheiten häuften, ersetzte er diesen durch den erfahrenen Marc Ziegler. Dieser allerdings verletzte sich direkt in seinem ersten Einsatz so schwer, dass es die sofortige Rückkehr von Ulreich gab. Ulreichs Leistungen seit seiner Degradierung sind  überragend und haben den Schwaben auch schon Punkte gerettet. Sollte es Labbadia weiterhin schaffen mit seiner Mannschaft kontinuierlich zu punkten, sollte der Klassenerhalt möglich. Doch wird es ein Kampf bis zum letzten Spieltag.

FC St. Pauli

Auf dem Kiez geht die Luft aus. Die Hamburger haben nach dem Derbysieg am 22. Spieltag gegen den HSV, 5 Spiele in Folge verloren. Zu der Viererkette in Person von Zambrano, Moreno, Oczipka und Rothenbach die schon den Rest der Saison ausfällt, gesellt sich seit der dieser Woche auch noch Moritz Volz dazu, der sich in einem Zweikampf im Training mit Gerald Asamoah das Schienbein brach. Für Volz ist die Saison damit beendet. Holger Stanislawski hält seine Spieler zwar alle für bundesligatauglich. Doch macht Stanislawski auch klar, dass geradeeine Viererkette eingespielt sein muss. Zu den Problemen in der Abwehr kommt noch die Sturmflaute, die Offensivspieler sind gerade einmal für 11 Tore verantwortlich, von denen Asamoah sechs erzielt hat. Aufkeimende Gerüchte, Stanislawski könnte seinen Engagement bei den Kiez-Kickern zum Saisonende beenden werden wahrscheinlich nicht für Ruhe sorgen. Stanislawski wird als Nachfolger von Marco Pezzaiuoli in Hoffenheim gehandelt. Teamgeist und Willen sind die Tugenden die St. Pauli vermittelt. Doch diese alleine reichen nicht. Sollte Stanislawski die Probleme in Defensive und Offensive nicht in den Griff bekommen wird der Relegationsplatz das Ziel sein und die Hoffnung bleiben sich gegen den Dritten der 2. Bundesliga durchzusetzen.

VfL Wolfsburg

Seit letztem Freitag ist mit Felix Magath ein alter Bekannter in Wolfsburg an der Macht. Der Meistertrainer von 2009 hat auf Wunsch des Aufsichtsrates die Aufgabe aufgenommen, die Wolfsburger in der Klasse zu halten. Momentan mit 27 Punkten auf Platz 17 und 2 Punkten Rückstand auf Platz 15, befinden sich die Wolfsburger in akuter Abstiegsnot. Felix Magath soll mit seiner dominanten Art den Absturz in die 2. Bundesliga verhindern. Das Missverständnis mit Steven McLaren beendete Dieter Hoeneß kurz nach der Winterpause. Das Missverständnis mit Dieter Hoeneß beendete der Aufsichtsrat mit der Verpflichtung von Felix Magath. Zu Beginn gab es direkt Kritik von Magath an seine Vorgänger. Magath kritisierte, dass er seine Meistermannschaft von 2009 nicht wiedererkennen würde. Weder das Selbstvertrauen, noch der körperliche Zustand der jetzigen Mannschaft wäre mit der Mannschaft von 2009 vergleichbar. Dies nötigt Magath in der Länderspielpause an der Fitness der Truppe zu arbeiten, um sie auf an ein Level heranzuführen, welches für Magath akzeptabel ist. Sollten die Spieler Magaths harte Hand akzeptieren und ihr Potenzial abrufen, sollte es für die Wolfsburger möglich sein, den direkten Klassenerhalt zu schaffen.

Borussia Mönchengladbach

Für die Fohlen vom Bökelberg sieht es nach einem erneuten Abstieg aus. Mit momentan 23 Punkten rangieren die Gladbacher auf dem letzten Tabellenplatz und haben 5 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz  und 6 Punkte Rückstand auf Platz 15 und das rettende Ufer. Rechnerisch ist dieser Rückstand aufzuholen. Doch schaffen es die Gladbacher nicht konstant Punkte zu holen. Auf ein Erfolgserlebnis folgte fast immer ein Rückschlag. Die Verletzungen, Undiszipliniertheiten und individuellen Fehler werden Gladbach wahrscheinlich den Klassenerhalt kosten. Der Ausfall von Brouwers und Dante konnte bei weitem nicht kompensiert werden. Am Ende der Hinrunde standen bei den Gladbachern 10 Punkte zu Buche. Hinzu kommt, dass auch die Torhüter Christopher Heimeroth und Logan Bailly nicht immer Sicherheit ausstrahlten. Bailly war es, der letzten Woche gegen Kaiserslautern das spielentscheidende Eigentor zu verantworten hatte. Lucien Favre hatte bei seinem Amtsantritt schon überlegt, mit Marc Andre ter Stegen eines der größten, deutschen Torwarttalente aufzustellen. Doch verletzte sich ter Stegen in der ersten Trainingseinheit von Lucien Favre. Jetzt ist es möglich, dass ter Stegen nach der Länderspielpause im Tor der Gladbacher stehen wird. Die Gladbacher wird nur ein Wunder retten können. Um die Klasse halten zu können, sollte man mindestens die 35 Punktemarke erreichen. Es scheint sehr unwahrscheinlich, dass Gladbach 4 seiner letzten 7 Spiele gewinnt.

Saisonendspurt – Wie sieht es bei den Bundesligisten vor den letzten 7 Spielen der Saison aus? Teil 2

Samstag, 26. März 2011

Die Länderspielpause ermöglicht es uns, die Bundesligisten vor dem Saisonendspurt zu durchleuchten. Wie sind die Perspektiven für den Rest der Saison? Haben die Trainerwechsel den erwünschten Erfolg gebracht beziehungsweise was versprechen sich die Vereine vom Trainerkarussell der letzten Wochen? Wie sehen die Planungen für die neue Saison aus?

Plätze 7-12: Europacup und Abstiegsangst eng beieinander

Hamburger SV

Der Chaos-Verein der Liga. Alle wollen ihrem HSV helfen, doch schien es so, dass jeder nur seinen eigenen Vorteil gesucht hat und sich in der Öffentlichkeit als Messias darstellen wollte. Trotz der Querelen steht der HSV auf Platz 7 der Tabelle und hat noch die Möglichkeit ins europäische Geschäft einzuziehen. Der momentane Rückstand auf die fünftplatzierten Mainzer beträgt lediglich 4 Punkte. Dass die Mannschaft ein großes Potenzial besitzt steht außer Frage und wurde am letzten Spieltag durch einen eindrucksvollen 6:2- Erfolg gegen eine schwache Kölner Mannschaft dokumentiert. Wenn es Trainer Michael Oenning schafft, in den letzten 7 Spielen aus den Individualisten eine Einheit zu formen, dann sollte Platz 5 möglich sein und die Saison würde zumindest noch einen sportlich versöhnlichen Anschluss finden. In Führungsetage hingegen ist noch einiges Unklar. Zwar wurde mit Frank Arnesen ein Sportdirektor gefunden, doch tritt dieser seinen Dienst offiziell erst zur neuen Saison an. Der HSV hat sich von seinem Vorstand in Person von Bernd Hofmann und Katja Kraus getrennt. Kommissarisch wird Carl-Edgar Jarchow das Amt übernehmen, bis der HSV einen Nachfolger für Hoffmann gefunden hat. Joachim Hilke wird Katja Kraus als Marketing Vorstand ersetzen. Doch stellt sich die Frage, wann beim HSV Entscheidungen getroffen werden. Noch ist unklar, was mit den Spielerverträgen ist, die nach dieser Saison auslaufen. Ebenso unklar ist, was mit den Spielern ist deren Verträge 2012 auslaufen. Mit dem lässt sich nur noch diesen Sommer eine Ablöse erzielen. Der Verein wirkt entscheidungs- und handlungsunfähig.

SC Freiburg

Beim SC Freiburg wurde diese Woche die entscheidenden Weichen für die neue Saison gestellt. Nachdem Robin Dutt seinen Abschied zum Saisonende Richtung Leverkusen verkündet hat, wurde mit Marcus Sorg bereits sein Nachfolger aus den eigenen Reihen vorgestellt. Sorg, der seit 2 Jahren die Regionalliga-Mannschaft der Breisgauer trainiert, ist wiederum ein Beispiel dafür, dass in Freiburg Wert auf Kontinuität gelegt wird. Sorg kennt die Freiburger Strukturen und wird weiterhin die eigene Jugend fordern und fördern. Dieser Saison wird es für die Freiburger weder nach unten noch nach oben gehen. Für Manager Dirk Dufner und Trainer Sorg besteht jetzt die Möglichkeit den Kader für die neue Saison zusammenzustellen. Junge Talente und Verstärkungen für kleines Geld werden den Vorrang haben. Fraglich ist, ob Papiss Demba Cisse dann noch zum Kader der Breisgauer gehört. Durch seine Tore hat der Stürmer aus dem Senegal Begehrlichkeiten geweckt. Seine Marktwert wird momentan mit ungefähr 10 Millionen Euro taxiert. Für die Breisgauer eine Menge Geld, mit der sie sowohl in den Kader, als auch in die Infrastruktur investieren können. Auf dem Wunschzettel vieler Bundesligisten steht ebenfalls Ömer Toprak. Das Abwehrtalent, welches 2009 mit der U19 Europameister geworden ist, steht schon länger bei Bayer Leverkusen unter Beobachtung. Dass jetzt sein Förderer Robin Dutt dort Trainer wird, sollte dem Wechsel nicht hinderlich sein.

TSG 1899 Hoffenheim

So wie für die Freiburger befinden sich die Hoffenheimer im Niemandsland der Liga. Ab jetzt steht die Planung für die neue Saison im Vordergrund. Im Winter noch mit Kontakt ins obere Drittel, überschlugen sich die Ereignisse in Hoffenheim. Der Rücktritt von Ralf Rangnick. Die Wechsel von Luis Gustavo nach München und von Demba Ba nach West Ham United konnte nicht kompensiert werden. Die Neuzugänge David Alaba und Ryan Babel konnten die beiden noch nicht ersetzen. Der neue Trainer Marco Pezzaiuoli konnte der Mannschaft seinen Stempel nicht aufdrücken. Doch wird in Hoffenheim kein Aktionismus betrieben. Man wird diese Saison zu Ende spielen und dann ein Fazit ziehen, mit welcher Konstellation man in die neue Saison geht.

FC Schalke 04

Seit letztem Montag leitet Ralf Rangnick das Training der Königsblauen. Die Posse um Felix Magath ist beendet und jetzt geht es für die Schalker um den Saisonendspurt. Die Schalker sind noch in allen drei Wettbewerben vertreten. Als Erfolg anzusehen sind der Einzug ins DFB-Pokalfinale sowie ins Champions League-Viertelfinale. In der Bundesliga hingegen geht es weder um die Meisterschaft noch um die vorderen Plätze. Hier geht es gegen den Abstieg. Am nächsten Spieltag treffen die Schalker auf St. Pauli. Momentan beträgt der Vorsprung auf St. Pauli und  Platz 16 noch 5 Punkte. Sollten die Schalker allerdings das Spiel gegen St. Pauli verlieren, wären sie im Abstiegskampf der Bundesliga angekommen. Für Rangnick gilt es, den großen Kader schnell zu reduzieren und seine Formation zu finden. Ebenfalls wird Rangnick versuchen, der Mannschaft seine Handschrift zu verleihen. Für ihn ist nicht akzeptabel, dass eine Mannschaft keinen Plan hat. Dieses hatte er noch beim letzten Spiel gegen Leverkusen kritisiert und damit Kritik an Magath geübt. Für Schalke gilt es jetzt, sich auf das Kerngeschäft Bundesliga zu konzentrieren und die Champions League als Bonus anzusehen. Zwar wäre Schalke bei Gewinn des Pokalfinales für die Europa League qualifiziert, doch bringt dies alles nichts, wenn man dann in der 2. Liga spielen sollte. Für die neue Saison gilt es den Kader wieder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Die momentane Kadergröße von 35 Spielern muss auf  22 bis 23 Spieler reduziert werden. Außerdem müssen Sportdirektor Horst Heldt und Finanzchef Peter Peters für die weitere Konsolidierung des Vereines vorantreiben.

1.FC Köln

Zur Winterpause noch als Abstiegskandidat hoch gehandelt, hat Frank Schäfer in der Winterpause der Mannschaft seine Spielphilosophie vermittelt. Mit einer Serie von 6 Heimsiegen in Folge haben sich die Kölner auf Platz 11 hochgearbeitet. Die Wintertransfers von Michael Rensing, Christian Eichner und Slawomir Peszko sind Volltreffer. Rensing Vertrag wurde unter der Woche verlängert und wird beim Klassenerhalt gültig. Eichners Verlängerung steht als nächstes an und bei Peszko besitzen die Kölner eine Option. Schäfer hat es geschafft, dass die Kölner zu Hause sehr dominant auftreten und dass das Kölner Sturmduo um Lukas Podolski und Milivoje Novakovic zu den erfolgreichsten der Bundesliga gehört. Als Gefahr könnte sich für die Kölner die eklatante Auswärtsschwäche herausstellen. In 14 Spielen holten die Kölner lediglich 6 Punkte und im letzten Spiel in Hamburg gab es nach einer desolaten Darbietung eine 2:6-Klatsche. Allerdings ist nach den Unruhen im Vorstand und Umfeld zum Ende der Hinrunde auch dort Ruhe eingekehrt. Was für das Pulverfass Köln ungewöhnlich ist. Nach der Trennung von Michael Meier haben die Kölner mit Volker Finke einen Kenner der Bundesliga an Bord geholt, der sich im Hintergrund hält, wie er es schon auf seiner ersten Pressekonferenz verlauten ließ. Sollten die Kölner ihre Heimspiele weiterhin so erfolgreich gestalten, werden sie mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben.

Werder Bremen

Die Ruhe, die die Bremer Führung um Klaus Allofs und Thomas Schaaf bewahrt hat, zahlt sich jetzt aus. In den letzten 4 Spielen holten die Bremer 8 Punkte und konnte den Vorsprung auf den Relegationsplatz auf 4 Punkte vergrößern. Die Bremer Konstellation ist in der Bundesliga einmalig. Auch in Krisenzeiten, wie in dieser Saison, steht Klaus Allofs zu seinem Trainer und verteidigt diesen. Die Qualität der Mannschaft steht außer Frage. Doch konnte die Mannschaft diese in dieser Saison zu selten unter Beweis stellen. Der Abgang von Mesut Özil, der Dauerausfall von Naldo und immer wieder Verletzungen bei Claudio Pizarro konnten nicht kompensiert werden. Doch Mentaltrainer Jörg Löhr und Thomas Schaaf haben die Mannschaf wieder in die Spur gebracht. Die Abwehr steht wieder stabiler und im Sturm treffen Pizarro und der zwischendurch hart kritisierte Sandro Wagner. In der jetzigen Form wird Bremen seine Punkte holen und mit Sicherheit der Bundesliga erhalten bleiben. In der Ruhe liegt die Kraft und das beweisen die Bremer mit ihrem momentanen Handeln.

Saisonendspurt – Wie sieht es bei den Bundesligisten vor den letzten 7 Spielen der Saison aus? Teil 1

Freitag, 25. März 2011

Die Länderspielpause ermöglicht es uns, die Bundesligisten vor dem Saisonendspurt zu durchleuchten. Wie sind die Perspektiven für den Rest der Saison? Haben die Trainerwechsel den erwünschten Erfolg gebracht beziehungsweise was versprechen sich die Vereine vom Trainerkarussell der letzten Wochen? Wie sehen die Planungen für die neue Saison aus?

Plätze 1 – 6: Der Meister alleine vorneweg und der Kampf um Europa

Borussia Dortmund

Mit 7 Punkten Vorsprung, bei noch sieben ausstehenden Spielen, sollte den Dortmundern die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen sein. In der Geschichte der Bundesliga hat noch keine Mannschaft einen solchen Vorsprung zu diesem Zeitpunkt der Saison verspielt. Das Führungstrio um Watzke, Zorc und Klopp ist jedoch bedacht, keine voreilige Euphorie und Überheblichkeit aufkommen zu lassen. Im Umfeld herrscht Ruhe und Harmonie. Parallel zu der bevorstehenden Meisterfeier, muss Dortmund sich auch auf die neue Saison vorbereiten und den Kader in der Breite verstärken. Nach 13 Jahren wird Publikumsliebling Dede die Borussia zum Saisonende verlassen.

Bayer Leverkusen

In dieser Woche sind die Weichen für die neue Saison gestellt wurden. Nachdem Jupp Heynckes seinen Abschied zum Saisonende bekannt gegeben hat, wird Robin Dutt zum 1. Juli das Traineramt übernehmen. Heynckes Ziel ist es, die Mannschaft zur Vizemeisterschaft zu führen und damit den direkten Einzug in die Champions League zu schaffen. Der Vorsprung auf Hannover und Bayern mit 5 bzw. 7 Punkten ist zwar schon aussichtsreich jedoch noch nicht ausreichend. In Leverkusen herrscht Ruhe. Die Mannschaft hat in dieser Saison ihre Qualität und Konstanz unter Beweis gestellt und ist so gut in der Breite aufgestellt, dass Platz 2 durchaus zu verteidigen ist.

Hannover 96

Am Ende der Saison wird für Hannover die erfolgreichste Bundesligasaison der Geschichte zu Buche stehen. Einzig die Frage, für welchen internationalen Wettbewerb man sich qualifiziert, sollte noch zu klären sein. Der Vorsprung von 8 Punkten auf Platz 6, sollte genug Sicherheit geben, um selbstbewusst in den Saisonendspurt zu gehen. Jörg Schmadtke hat unter der Woche einen unbefristeten Vertrag unterschrieben und somit alle Spekulationen ausgeräumt, dass er zu einem anderen Verein wechseln könnte. In Hannover herrscht Harmonie. Mirkos Slomkas Handschrift ist zu erkennen. Die Mannschaft spielt schnell nach vorne und nutzt seine wenigen Chancen effektiv. Das Sturmduo Ya Konan und Abdellaoue hat dieser Saison 20 Tore erzielt, obwohl beide schon durch Verletzungen ausfielen. Selbst das Führungstrio um Kind, Schmadtke und Slomka bildet nach außen hin eine Einheit. Dies war nicht immer der Fall. Am Ende der Saison wird man in Hannover zufrieden sein. Slomka hat schon angekündigt den Kader zur neuen Saison nicht großartig ändern zu wollen. Doch sollte man von der frühen Planungssicherheit Gebrauch machen und den Kader punktuell verstärken.

FC Bayern München

In München gilt es eine verkorkste Saison halbwegs zu retten. Minimalziel ist Platz 3, um den Einzug in die Champions League zu gewährleisten. Platz 2 sollte nur erreichbar sein, wenn man im direkten Duell gegen Leverkusen erfolgreich ist. In diesem Spiel trifft man auf Jupp Heynckes, der aller Vorrausicht nach in der neuen Saison das Traineramt von Louis van Gaal übernehmen wird. Für die neue Saison hat Manager Christian Nerlinger schon angekündigt, die Defensive zu verstärken. Innen- sowie Außenverteidiger stehen auf der Agenda. Möglicherweise bringt Jupp Heynckes mit Arturo Vidal auch einen der besten Sechser der Bundesliga mit nach München. Was wird aus Klose? Kommt Manuel Neuer? Fragen die nach der Saison geklärt werden.

FSV Mainz 05

Wie auch in Hannover, werden die Mainzer am Ende der Saison ihre beste Bundesligasaison gespielt haben. Thomas Tuchel hat durch seine Vielzahl an Matchplänen viele Gegner überrumpelt. Gerade in der Hinrunde hat das häufige Wechseln der Aufstellung für Erfolg gestanden. Tuchel setzt hinten auf Erfahrung und vorne auf seine jungen Wilden. Für die Mainzer geht es jetzt um die Teilnahme an der Europa League.  Hier wird es im Endspurt gegen Nürnberg und Hamburg um den fünften Platz gehen. Für die neue Saison haben Tuchel und Manager Heidel schon die Weichen gesetzt. Die Millionen, die Mainz für den Transfer von  Andreas Schürrle nach Leverkusen erhält, werden wieder in Mannschaft investiert. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen schon fünf Zugänge fest. Zoltan Stieber (22, Alemannia Aachen), Nicolai Müller (23, Greuther Fürth), Deniz Yilmaz (23, Bayern München II) und Yunus Mali (19, Borussia Mönchengladbach) sind Verstärkungen für die Offensive. Für die Defensive wurde Zdenek Popach (32, FC Kopenhagen) verpflichtet. Ebenso ist Heidel dran, die Leihspieler Malik Fathi, Christian Fuchs sowie Marcel Risse an den Verein zu binden.

1.FC Nürnberg

Die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde kommt aus Nürnberg. Im Vergleich zu der letzen Saison hat Nürnberg nichts mit dem Abstieg zu tun. Dieses Jahr besteht die Möglichkeit sich sogar für die Europa League zu qualifizieren, was als Sahnehäubchen, auf eine gute Saison, anzusehen wäre. Das Konzept auf die Jugend zu setzen hat eingeschlagen. Spieler wie Philipp Wollscheid, Mehmet  Ekici und Julian Schieber haben den Durchbruch in geschafft. Ilkay Gündogan war letztes Jahr schon Leistungsträger und hat dieses bestätigt, obwohl er parallel zur Profikarriere an seinem Abitur arbeitet. Zu diesen vieren, die schon gesetzt sind gesellen sich noch die Jungprofis Marvin Plattenhardt und Markus Mendler die auch schon zu Einsätzen kamen. Für die neue Saison muss Dieter Hecking seine Mannschaft allerdings umbauen. Schieber kehrt nach Stuttgart, Ekici wahrscheinlich nach München zurück und für Gündogan dessen Vertrag 2012 ausläuft, lässt sich nur diesen Sommer ein Ablöse erzielen. Als Kandidat für die Schieber Nachfolge gilt, sein ehemaliger Zimmerkollege aus Stuttgarter Zeiten, Sven Schipplock. Als Vorteil für die Nürnberger sollte sich herausstellen, dass junge Spieler sehen, dass sie unter Hecking auch Einsatzzeiten bekommen.

Shawn Parker – Ist Andreas Schürrle sein Vorbild?

Mittwoch, 23. März 2011

In Mainz hat Thomas Tuchel die Balance zwischen jung und alt gefunden. Eine stabile Ache um Heinz Müller, Nikolce Noveski und Elkin Soto führt die jungen Wilden auf dem Spielfeld an.

Die jungen Wilden um die Neu-Nationalspieler Andreas Schürrle und Lewis Holtby haben diese Saison einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Das junge Spieler auch mal in ein Formtief fallen ist normal. Doch überzeugte Schürrle in den letzten Wochen seine Kritiker mit guten Leistungen. Schürrle wird am Ende der Saison nach Leverkusen wechseln und Lewis Holtby wird mit großer Wahrscheinlichkeit nach Schalke zurückkehren. Dadurch wird Thomas Tuchel gezwungen sein, seine Offensive neu zu formieren, da Adam Szalai auch noch bis zur neuen Saison ausfällt und es noch nicht klar ist, wann er wieder voll einsatzfähig ist. Ein Talent aus den eigenen Reihen, das den Sprung in die Bundesliga schaffen könnte ist Shawn Parker.

Shawn Parker – Tore sind garantiert

Shawn Parker (*07.03.1993) wurde in Wiesbaden geboren ist damit ein Junge aus der Region. Zurzeit ist Shawn Parker für die A-Jugend von Mainz 05 am Ball. Als Mittelstürmer kommt Shawn Parker seiner Plicht auch nach. In bisher 13 Saisonspielen war Parker achtmal erfolgreich. Ebenso ist Parker auch Bestandteil der deutschen U18-Nationalmannschaft. In bisher 28 Spielen für die deutschen U-Mannschaften war Parker 16-mal erfolgreich. Schon im März 2010 verlängerten die Mainzer Verantwortlichen den Vertrag von Shawn Parker bis 2014. Sollte Parker seine Leistungen aus der A-Jugend und der Nationalmannschaft bestätigen, wird er mit Sicherheit zur neuen Saison eine Chance bekommen. Für eine jungen seiner Klasse wird die Vorbereitung auf die neue Saison sicherlich ein Sprungbrett sein, um sich zumindest ins Blickfeld der Profimannschaft zu spielen. Als Beispiel aus den eigenen Reihen kann ihm Andreas Schürrle dienen, der auch den direkten Sprung von der A-Jugend in die Bundesligamannschaft geschafft hat.



Das Trainerkarussell dreht durch! Michael Skibbe in Frankfurt entlassen

Dienstag, 22. März 2011

Nachdem in Schalke, Hamburg und Wolfsburg neue Trainer im Amt sind, hat es jetzt auch Michael Skibbe in Frankfurt erwischt.

Heute Vormittag wurde verkündet, dass die Eintracht und Skibbe ab sofort getrennte Wege gehen. Trotz des 2:1-Erfolges am Wochenende gegen St. Pauli sahen die Verantwortlichen den Negativtrend nicht gestoppt. In der Rückrunde holte die Eintracht in 10 Spielen lediglich 5 Punkte und erzielte dabei nur 3 Tore. „Ausschlaggebend für die Trennung war nach reiflicher Überlegung und intensiver Analyse die negative sportliche Entwicklung von Eintracht Frankfurt in den letzten Monaten. Der Vorstand bedauert diesen Schritt außerordentlich und betont auch die in der bisherigen Zusammenarbeit mit Michael Skibbe erzielten Erfolge und positiven Ergebnisse“, teilte der Klub mit.

Daum zurück in der Bundesliga

Sein Nachfolger steht auch schon fest. Es ist Christoph Daum. „Am morgen Mittwoch wird Christoph Daum als Nachfolger von Michael Skibbe das Training aufnehmen. Herr Daum wird vorerst bis zum Ende der laufenden Saison das Training leiten. Ziel ist es jedoch die Zusammenarbeit über diesen Zeitraum hinaus fortzusetzen“, teilte die Eintracht in ihrer Presseerklärung mit. Daum stellt klar, dass er kein Feuerwehrmann ist, sondern ein Konzepttrainer.