Archiv für die Kategorie ‘Bundesliga’

Christopher Buchtmann – In einem Atemzug mit Mario Götze

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Beim 1. FC Köln haben sie nach Jahren der Konzeptlosigkeit,  mit Stale Solbakken einen Trainer engagiert, der einen Plan verfolgt und seinen Weg geht. Stale Solbakken wird nachgesagt, dass er Spieler weiterentwickeln kann, egal wie alt  sie sind. Der nächste Spieler, der Sprung zu den Profis schaffen könnte, ist Christopher Buchtmann. Das Offensivtalent saß am 9. Spieltag gegen Hannover 96 das erste Mal auf der Bank in der Bundesliga.

Über  Dortmund, Liverpool und Fulham nach Köln

Christopher Buchtmann (*25.04.1992) wurde in Hameln geboren. Seine erste Station bei einem Profiklub hatte Christopher Buchtmann ab seinem 5. Lebensjahr  bei Hannover 96. Mit 13 Jahren ging es in den Ruhrpott zu Borussia Dortmund.  In Dortmund entwickelte sich Christopher Buchtmann zum Juniorennationalspieler. Seine guten Leistungen blieben auch über die Landesgrenze nicht verborgen. Vor der Saison 2008 / 2009 wechselt Christopher Buchtmann  von Dortmund zum englischen Spitzenklub FC Liverpool. Da der Wechsel schon im Frühjahr 2008 bekannt wird, einigen sich Borussia Dortmund und Christopher Buchtmann auf eine sofortige und einvernehmliche Trennung. Borussia Dortmund sieht es nicht ein, einen Spieler für einen anderen Verein auszubilden. Christopher Buchtmann hielt sich bis zum Sommer bei seinem Heimatverein HSC/BW Tündern fit.

Im Jahr 2009 nahm Christopher Buchtmann an der U17-Europa- sowie U17-Wetmeisterschaft als Stammspieler teil. Bei der U17- Europameisterschaft gewann Christopher Buchtmann unter anderem mit Mario Götze, Marc Andre ter Stegen, Florian Trinks und Reinhold Yabo den Titel. Zum damaligen Zeitpunkt wurden Christopher Buchtmann und Mario Götze als die größten Talente dieses Jahrgangs gehandelt.  Da sich Christoper Buchtmann in Liverpool nicht durchsetzen konnte, wechselt er im Februar 2010 zum FC Fulham, bei dem er einige Premier League Spiele von der Auswechselbank verfolgt. Jedoch kommt Christopher Buchtmann sowohl in Liverpool als auch in Fulham nicht über Einsätze im Reserveteam hinaus. Im Sommer 2010 folgte dann der Wechsel zum 1. FC Köln, der sich im Ringen um das Talent, untern anderem gegen Borussia Dortmund, durchsetzen konnte.

Christopher Buchtmann – Langer Anlauf zu den Profis

Bevor es Christopher Buchtmann zu den Profis geschafft hat, lag eine lange Leidenszeit hinter ihm, die mit einem Mittelfußbruch im Mai 2011 gipfelte. Zuvor gab es Probleme mit Achillessehne, Oberschenkel und Fuß.  Trotzdem konnte Christopher Buchtmann bei der U23 des 1. FC Köln Fuß fassen und bestritt in der Saison 2010 / 2011 gute 19 Regionalligaspiele und war an acht Toren direkt beteiligt. Eine gute Technik, ein schnelles Dribbling und das gute Auge für den Nebenmann zeichnen Linksfuß Christopher Buchtmann aus. An seiner Robustheit und Zweikampfhärte hingegen muss Christopher Buchtmann noch arbeiten. Dann sollte der Platz auf der Bank gegen Hannover nicht der letzte Kontakt mit den Profis gewesen sein.

Lukas Rupp – Zwischen Bank und Spielfeld

Freitag, 21. Oktober 2011

Der momentane Erfolg von Borussia Mönchengladbach macht es für Lukas Rupp nicht einfach, den Sprung in die erste Elf zu schaffen.  Während der Vorbereitung gehörte Lukas Rupp zu den Gewinnern bei der Borussia. Viele Einsätze und die dabei gezeigten Leistungen ließen Lukas Rupp auf Einsatzzeiten in der Bundesliga hoffen. Trainer Lucien Favre baut momentan allerdings auf die Spieler, die in der vergangenen Saison im letzten Augenblick den Klassenerhalt gesichert haben. Durch den aktuellen Erfolg besteht für Lucien Favre kein Grund die Mannschaft zu verändern.  Zu mehr als Kurzeinsätzen reichte es für Lukas Rupp bisher noch nicht.

Im Doppelpack aus Karlsruhe gekommen

Lukas Rupp (*08.01.1991) wechselte vor der Saison 2011 / 2012  zusammen mit Matthias Zimmermann vom Karlsruher SC nach Mönchengladbach. Lukas Rupp, der im offensiven Mittelfeld beheimatet ist, hat das sportliche Talent schon in die Wiege gelegt bekommen. Franz Rupp spielte in der Handball Bundesliga für Leutershausen.  Doch war Handball nie ein Thema für Lukas Rupp. Der Fußball hat es ihm angetan, bei dem ihm sein Eltern immer zur Seite standen und unterstützen. Im Jahr 2005 wechselte Lukas Rupp in die Jugendabteilung des Karlsruher SC und durchlief dort die Jugendmannschaften. In der Rückrunde der Saison 2008 / 2009 bestritt Lukas Rupp seine ersten Spiele in der Regionalliga Süd  / Südwest.  In der darauffolgenden Saison war Lukas Rupp Stammspieler in der Regionalliga Süd. Seine dort gezeigten Leistungen beförderten ihn die Profimannschaft, in der am 27. Spieltag seinen ersten Auftritt in der 2. Bundesliga hatte. In der Saison 2010 / 2011 gehört Lukas Rupp zum erweiterten Stamm. Er bestreitet 24 Zweitligaspiele, davon 17 in der Startelf.  Seit der Saison 2011 / 2012 gehört Lukas Rupp zum Kader der U20-Nationalmannschaft und bestritt auch schon die ersten Spiele.

Lukas Rupp – Offensive Allzweckwaffe

Die Stärken von Lukas Rupp liegen in der Offensive. Technisch beschlagen und mit einem guten Antritt lässt er seine Gegenspieler stehen und hat das Auge für den Nebenmann. Häufig auf links eingesetzt, sieht sich Lukas Rupp am liebsten auf der Spielmacherposition, von wo aus er das Spiel lenken kann. Schwächen offenbart Lukas Rupp im Defensivverhalten. Um ein kompletter Bundesligaspieler zu werden, muss er vor allem an seinem Zweikampfverhalten sowie am Kopfballspiel arbeiten. Lukas Rupp wird seine Einsatzzeiten bekommen. Doch ist es momentan schwer, bei Spielern, wie Marco Reus und Igor de Camargo zu Einsatzzeiten zu kommen.



Julian Wießmeier – Talentschmiede 1. FC Nürnberg

Montag, 17. Oktober 2011

Nachdem Nürnbergs Trainer Dieter Hecking in der Saison 2010 / 2011 mit vielen jungen, talentierten Spielern einen herausragenden 6. Platz erreicht hat. Wird dieses Saison das Konzept weitergeführt.  Nachdem letztes Jahr Spieler, wie Philipp Wollscheid und Timothy Chandler den Durchbruch geschafft haben, ist  dieses Jahr mit dem Offensivspieler Julian Wießmeier, das nächste Talent auf dem Sprung in den Kader.

Julian Wießmeier – Der Franke im Kader

Julian Wießmeier (*04.11.1992) wurde in Nürnberg geboren und kam über die Stationen VfR Moorenbrunn und SV 1873 Nürnberg Süd, 2004 zum Club. Schon als Jugendlicher verfolgte Julian Wießmeier die Spiele des Clubs im Stadion. Mit dem Wechsel in die Nürnberger D-Jugend erfüllte sich ein Traum. Julian Wießmeier durchlief die  Nürnberger Jugendmannschaften und macht gerade in seinem letzten A-Jugend-Jahr auf sich aufmerksam. In 24 Spielen traf Julian Wießmeier 18-mal und empfahl sich für höhere Aufgaben. Im Verlauf der Saison 2010 / 2011 kam Julian Wießmeier zu fünf Einsätzen im Regionalligateam und war dort einmal erfolgreich. Ebenfalls debütierte Julian Wießmeier in der deutschen U19-Nationalmannschaft. Der Höhepunkt sollte dann am 34. Bundesligaspieltag folgen, an dem Julian Wießmeier sein Bundesligadebüt gab und direkt sein erstes Bundesligator erzielte.

Julian Wießmeier – Je früher ich oben dabei bin, desto besser!

Schon im Laufe der Vorbereitung auf die Saison 2011 / 2012 machte Julian Wießmeier auf sich aufmerksam. Gute Trainingsleistungen und Spiele ließen ihn in den Profikader rücken. Mit einer Körpergröße von 1,71 m ist Julian Wießmeier auf den offensiven Positionen im Mittelfeld einsetzbar. Ein guter Antritt, eine feine  Technik und ein gutes Kombinationsspiel gehören zu den Stärken von Julian Wießmeier. Selbstbewusst ist auch seine Einstellung, „Je früher ich oben dabei bin, desto besser“. Am Spieltag pendelt Julian Wießmeier momentan noch zwischen Regionalliga- und Bundesligateam. Doch ist es bei einer stetigen Entwicklung nur eine Frage der Zeit, bis sich Julian Wießmeier bei den Profis etabliert hat. In der U20-Nationalmannschaft gehört Julian Wießmeier zum erweiterten Kreis und kommt regelmäßig auf Einsatzzeiten, die er sich auch mit Toren versüßt.

Ballack soll bei Bayer bleiben

Montag, 29. August 2011

Vom Glück verlassen scheint der ehemalige „Capitano“ schon seit seiner Rückkehr nach Deutschland. Nach wenigen Spieltagen in der Bundesliga der Schienbeinbruch, die mühsame Rückkehr in die Stammelf. Es folgte das bis heute nicht vollständig verarbeitete Ende in der Nationalmannschaft, das ursprünglich am Mittwoch mit dem Klassiker gegen Brasilien hätte zelebriert werden sollen.

Auch im Verein wurde es unter Robin Dutt schwieriger für den 34-Jährigen. Diesem stünden nach eigener Aussage „sechs Ballacks“ zur Verfügung, da musste der „Echte“ zu Beginn der ersten beiden Pflichtspiele auf die Bank. Im ersten, der DFB-Pokalpartie bei Dynamo Dresden, wurde er nach 63 Minuten eingewechselt, die 3:0-Führung ging verloren, am Ende stand es 3:4 – was für Dynamo-Fans und Freunde von Fußballwetten ein Genuss war, bedeutete ein Debakel für Leverkusen und einen verregneten Einstand von Trainerhoffnung Dutt. Obwohl dieser betonte, es habe „keinen Sinn, die Rolle eines einzelnen Spielers zu analysieren“, dürfte sich Ballacks Standing in der Mannschaft dadurch nicht verbessert haben.

Und den Bundesliga-Auftakt bei Mainz 05 vergeigte Bayer dann auch ohne Michael Ballack mit 0:2. Dort wurde Simon Rolfes auf der Ballack-Position wieder ausgewechselt, für ihn kam dieses Mal allerdings das dänische Talent Nicolai Jörgensen. Einige aktuelle Sportnachrichten berichteten in der Folge über Gerüchte, Ballack könnte seine Karriere nun doch bei einem anderen Verein ausklingen lassen, wo er als Stammspieler auflaufen könnte.

Dem trat Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser entgegen: „Er hat bei uns einen Vertrag bis 2012. Sowohl Michael als auch wir sind dafür bekannt, unsere Verträge zu erfüllen. Schon deshalb verstehe ich die Frage nicht. Außerdem ist er ein wichtiger Spieler für uns. Er wird die Saison bei Bayer zu Ende spielen“, sagte er in der „Sport Bild“.

Wie das in nicht allzu unrühmlicher Weise geschehen soll, liegt in den Händen von Robin Dutt. Franz Beckenbauer jedenfalls sieht für den „Capitano“ von einst keinen Platz mehr im modernen Fußball der Bundesliga: „Es gilt, ein anständiges Ende zu finden. Heute wird ein anderer Fußball gespielt. Man versucht, den FC Barcelona zu kopieren. Er ist ein Spielmacher, der den Ball fordert und mit langen Bällen operiert. Er passt nicht mehr in das Kurzpassspiel, das heute forciert wird“, so der „Kaiser“ auf „Sky“.

Marktwerte: Bayern-Neuzugang Petersen jetzt 4 Millionen Euro wert

Samstag, 11. Juni 2011

Transfermarkt.de hat auf den Transfer von Nils Petersen zum FC Bayern München reagiert und dessen Marktwert  um 60 Prozent von 2,5 auf 4 Millionen Euro angehoben.. Der 22-jährige Angreifer wechselt zur neuen Saison vom Zweitligisten FC Energie Cottbus zum deutschen Rekordmeister. In der abgelaufenen Spielzeit sicherte sich Petersen mit 25 Treffern die Torjägerkanone im Unterhaus.

Ebenfalls bemerkenswert: Mittelfeldtalent Marco Höger (21) vom Zweitligisten Alemannia Aachen steigerte seinen Wert von 1,25 auf 2 Millionen Euro, wohingegen Stürmer Sascha Mölders (26) immerhin um 600.000 Euro zulegen konnte. Mölders wechselt zur neuen Saison vom FSV Frankfurt zum Erstliga-Aufsteiger FC Augsburg, Höger wird mit mehreren Bundesliga-Teams in Verbindung gebracht.  Als heißester Anwärter auf eine Verpflichtung Högers gilt der FC Schalke 04. Die Experten in der Transfermarkt.de-Gerüchteküche taxieren die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels zu den Königsblauen auf 65 Prozent.

(Quelle: transfermarkt.de)

Lasse Sobiech wechselt nach St. Pauli

Donnerstag, 26. Mai 2011

Eines der größten Abwehr-Talente der Bundesliga, Lasse Sobiech vom frischgebackenen Meister Borussia Dortmund, wechselt zur nächsten Saison auf Leihbasis zum FC St. Pauli.

Bei den Hanseaten soll der kopfballstarke Innenverteidiger Spielpraxis in der zweiten Liga sammeln, da er in Dortmund am Kinderriegel mit Subotic, Hummels kaum Einsatzzeiten bekam und hinter Felipe Santana bei Jürgen Klopp wohl nur Innenverteidiger Nummer 4 zu sein scheint.

Lasse Sobiech, dessen Marktwert transfermarkt.de auf 300.000 Euro beziffert, spielte daher in der letzten Saison ausschließlich Spiele für die BVB-Reserve in der Regionalliga West.

Der aktuelle U21-Nationalspieler Lasse Sobiech kam 2010/2011 auf 23 Einsätze in der Regionalliga.

Matthias Zimmermann – Welcher Verein erhält den Zuschlag?

Donnerstag, 12. Mai 2011

In Karlsruhe kämpft die Mannschaft gegen den Abstieg. Vergessen ist die Zeit, als man in den neunziger Jahren noch international präsent war. Doch für Matthias Zimmermann kann es nach dieser  Saison  den Aufstieg in die Bundesliga geben. Matthias Zimmermann ist schon in jungen Jahren Stammspieler beim KSC. Mit Beginn der  Rückrunde 2009 / 2010 setzten bis jetzt alle Trainer, die den KSC trainierten, auf das Ausnahmetalent. Dass Matthias Zimmermann im  deutschen Juniorenfußball kein Unbekannter ist, beweist die Tatsache, dass er im Jahr 2010 in der Kategorie  U19 die Fritz Walter-Medaille in Bronze erhalten hat. Silber ging in diesem Jahr an Reinhold Yabo vom 1. FC Köln und Gold an das Jahrhunderttalent des BVB, Mario Götze, mit denen er auch 2009 den U17-Europameistertitel errungen hat.

Erfolg und Trauer

Matthias Zimmermann (*16.06.1992) hat nicht nur die Sonnenseite des Lebens kennengelernt. Im Februar diesen Jahres starb Matthias‘  Bruder Christian Zimmermann. Bei einem Kreisligaspiel brach der 23-jährige Christian zusammen und konnte nicht mehr gerettet werden.

Auf Anhieb Stammspieler

Matthias Zimmermann spielt seit seinem 10. Lebensjahr beim KSC und durchlief sämtliche Jugendmannschaften, bis er 2009 seinen ersten  Profivertrag unterschrieb. In der Saison 2009 /  2010 überzeugte Matthias Zimmermann in den Spielen der Reservemannschaft seinen Cheftrainer  Markus Schupp, so dass Matthias Zimmermann am 16. Spieltag zu seinem Profidebüt kam. Seit diesem Zeitpunkt ist Matthias Zimmermann nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Als Sechser vor der Abwehr ist er Taktgeber und Mitorganisator des KSC. Zwar konnte Matthias Zimmermann mit seinen Mannschaftskollegen die Saison bisher nicht erfolgreich gestalten,  doch hat sich Zimmermann stetig weiterentwickelt. Seine Präsenz, Übersicht und Technik sind für einen Spieler in seinem Alter überdurchschnittlich. Seine eigene Zukunft sieht Matthias Zimmermann nicht in Karlsruhe, hier kann und wird er kurzum nicht in der  1. Liga spielen.  Umworben wird Zimmermann unter anderem von Stuttgart, Hoffenheim, Kaiserlautern und Köln.  Sein Weg wird also auf jeden Fall in die erste Liga führen. Es bleibt nur die Frage, welcher Verein sich die Dienste eines der größten deutschen Talente sichern wird.

32. Spieltag – Die Tiere sind los

Freitag, 29. April 2011

Nur noch drei Spieltage bis zum Saisonende und  weder in der Meisterschaft, im Kampf um Europa, noch im Abstiegskampf sind Entscheidungen gefallen. Doch anstatt sich einige Vereine auf das Sportliche konzentrieren, geht es dort drunter und drüber.

Der Geißbock ohne Schaefer

Nachdem Frank Schaefer in der letzten Woche verkündet hat, dass er zum Saisonende  sein Traineramt niederlegen wird überschlugen sich diese Woche die Ereignisse. Nach der desolaten Vorstellung der 1:4-Klatsche in Wolfsburg hat Frank Schaefer sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Bis zum Saisonende wird Sportdirektor Volker Finke die Geschicke leiten. Glaubt man den FC-Verantwortlichen, war es die einzige Lösung Finke zu installieren. Er kenne die Mannschaft und kann sofort an den richtigen Hebeln ansetzen. Nach der Saison will Finke allerdings wieder den Trainer posten wieder verlassen.  Jedoch wirft der Rücktritt von Schaefer auch einige Fragen auf. Ist es Finke, der Schaefer, aus dem Amt getrieben hat?  Schaefer dementiert dies und begründet seine Entscheidung damit, dass er das Gefühl habe, seinem FC in dieser Situation mehr zu schaden als zu helfen. Warum haben die Medien solch eine Stimmung gemacht. Schon nach seinem ersten Spiel hat Schaefer verkündet, dass er über eine Vertragsverlängerung erst nach dem Klassenerhalt verhandelt wird. Hätte man ihm die Zeit nicht einfach geben können?

Tiger will die Fohlen führen

In Mönchengladbach will Stefan „Tiger“  Effenberg das Ruder an sich reißen. Dieser Woche ließ Effenberg verlauten an der Seite von Norbert Kox, Präsident Rolf Königs stürzen zu wollen. Effenberg geht als Kandidat der „initiative Borussia ins Rennen.  Effenberg will mit einem Kompetenzteam  die Gladbacher dahinführen, wo er sie für ihn hingehören und das ist die obere Tabellenhälfte. Die Entscheidung wie es in Gladbach weitergeht fällt am 29. Mai, wenn die Mitglieder entscheiden, wer für sie die Zukunft des Vereins sein soll.

Schweinsteiger lässt die Sau raus

In München liegen die Nerven blank. Die Champions League ist in Gefahr. Arjen Robben kritisiert die Führung in Person von Philipp Lahm. Dieser behält jedoch die Nerven und antwortet  bedacht und nüchtern. Was man von Bastian Schweinsteiger nicht  sagen kann. Schweinsteiger  hat einen Reporter  als „Pisser“ und „Arschloch“ tituliert. Dieser Reporter, namentlich  Christian Falk von der Sport Bild, hat Schweinsteiger in seinem Artikel als „Chefchen“ bezeichnet  und ihm unterstellt, dass er unter dem Druck der Erwartungen zusammenbreche und dass am Ende auch Louis van Gaal über ihn gestürzt sei. Dies ließ Schweinsteiger nicht auf sich sitzen und erwiderte Falk deutlich, „So wie du schreibst, hast du keine Ahnung“, wandte sich Schweinsteiger direkt an Falk. „Du hast ja auch so viele Spiele bestritten. Du siehst nicht den richtigen Fußball. Glaubst du, Louis van Gaal hat sich hier immer umsonst aufgeregt, wenn er ständig argumentieren musste? … Ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr. Wegen so einem Pisser brauche ich mich nicht so zutexten lassen. Arschloch…“

Die ersten Entscheidungen stehen an

An diesem Wochenende wird aber auch Fußball gespielt. Da am Sonntag der 1. Mai ist, finden am heutigen Abend 2 Spiele und morgen die restlichen 7 Spielen statt. Für Dortmund besteht die Chance bei einem Sieg und gleichzeitiger Niederlage der Leverkusener in Köln die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Die Kölner hingegen, könnte bei einer Niederlage gegen Leverkusen und wenn Frankfurt und Wolfsburg ihre Spiele gewinnen, am Ende des Spieltages auf dem Relegationsplatz rangieren.  Außerdem gibt es das Fernduell zwischen München und Hannover, in dem Hannover momentan vorne liegt. In München wird zum aufeinander Treffen mit Schalke und Manuel Neuer kommen. Durch so seine Leistung wie im Champions League Spiel gegen Manchester, könnte Neuer der Bayern-Offensive den letzten Nerv rauben und sich selbst die Teilnahme in der Champion League, wenn er nach München wechselt, verbauen. Mainz und Nürnberg kämpfen im Fernduell um Platz 5 und die Teilnahme an der Europa League. Auch wenn es an diesem Spieltag zu den ersten Entscheidungen kommen sollte. Die Bundesliga wird bis zum letzten Spieltag ihren Reiz beibehalten.

31. Spieltag – Torhüter, Trainer und Trophäen

Samstag, 23. April 2011

Das Thema der Woche war sicherlich Manuel Neuer. Auf einer Pressekonferenz gab Neuer bekannt, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag auf Schalke nicht verlängern wird. Zwar teilt Neuer nicht mit, wann und wohin er wechselt, doch verdichten sich die Anzeichen, dass Neuer in der neuen Saison im Tor des FC Bayern München steht. Als Ablöse stehen 20 Millionen Euro im Raum. Für die Bayern eine lohnende Investition. Würde die Bayern mit Neuer doch einen der besten Torhüter der Welt verpflichten, mit durch seine Leistungen eine neue Ära prägen könnte.

Der Kampf um die Plätze 2 bis 4

Aber zuerst müssen die Bayern noch Platz 3 sichern gegen Hannover 96 sichern. Dass Hannover sich mit Platz 4 nicht begnügen will, haben sich am Donnerstag mit ihrem 3:1-Sieg gegen den SC Freiburg bewiesen. Deshalb sind die Münchener in der Pflicht ihr Spiel in Frankfurt zu gewinnen. Nach dem souveränen und vor allem effektiven Sieg gegen Bayer Leverkusen wird Übergangstrainer Andries Jonker seine Elf vom letzten Wochenende vertrauen.

In Leverkusen geht es jetzt darum, Platz 2 zu sichern. Nach der Niederlage gegen Bayern beträgt der Vorsprung noch 6 Punkte. In Leverkusen sind sie sich sicher diesen Platz  verteidigen zu können. Hat die Mannschaft diese Saison auch nach Rückschlägen ihre Leistung gezeigt und wieder in die Erfolgsspur gefunden.

Holt sich Dortmund den Titel in Mönchengladbach

Sollte Leverkusen gegen Hoffenheim nicht gewinnen, haben die Dortmunder heute Abend die Chance gegen Borussia Mönchengladbach die Meisterschaft auch rechnerisch und Dach und Fach zu bringen. Die Dortmunder erwarten mindestens  20.000 Fans, die mit ihrer Mannschaft gegebenenfalls die Meisterschaft feiern sollen.  Einzig den Ausfall von Nuri Sahin muss Klopp verzeichnen. Der Überragende Sechser diese Saison fällt verletzungsbedingt bis zum Saisonende aus und wird durch Da Silva ersetzt.

In Mönchengladbach greift man nach dem letzten Strohhalm. Nach dem Derbysieg gegen den 1. FC Köln gab es letzte Woche wieder eine Niederlage. Zwar beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur 3 Punkte, doch macht es nicht den Anschein, dass die Gladbacher diesen noch erreichen können.

Schaefer nur bis Saisonende Trainer

In Köln wurde diese Woche bestätigt, worüber die letzten Wochen schon viel spekuliert wurde. Frank Schaefer wird seinen Vertrag als Cheftrainer nicht verlängern und zum Saisonende sein Posten räumen. Zwar nimmt Schaefer Sportdirektor Volker Finke in Schutz, doch wird vermutet, dass Finke ein Grund für Schaefers Entscheidung ist. Finke soll sich in Videoanalysen eingeschaltet haben, Übungen im Training korrigiert haben und auch sonst nicht ein Fan von Schaefers Arbeit gewesen sein. Für die Kölner ist Schaefers Abgang ein herber Verlust. Schaefer ist ein kölscher Jung und somit auch bei den Fans beliebt. Er hat es geschafft der Mannschaft wieder Leben und Spielkultur einzuhauchen. Was viele nach der Amtszeit von Zvonimir Soldo nicht für möglich hielten. Viele Namen kursieren jetzt ums Geißbockheim. Als Kandidaten werden z.B. Michael Skibbe, Thomas Doll, Huub Stevens  und Armin Veh gehandelt. Doch stellt sich die Frage, wie Volker Finke mit starken Persönlichkeiten zurechtkommt oder ob er einen Trainer an seiner Seite haben will, den er formen kann.

Torwartkarussell folgt dem Trainerkarussell

Mittwoch, 20. April 2011

Nachdem Manuel Neuer heute in einer Pressekonferenz verlauten ließ, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, verdichten sich die Anzeichen, dass Neuer in der nächsten Saison das Tor des FC Bayern München hüten wird. Glaubt man den einschlägigen Medien, wird nur noch um die Ablöse gefeilscht. Als Ablöse stehen 20 Millionen Euro im Raum. Damit würde zumindest die Planstelle in München bekleidet. Doch was passiert bei den anderen Vereinen?

Wohin geht Kraft?

Wer wird  Nachfolger von Neuer auf Schalke. Anfangs war Thomas Kraft im Gespräch. Das Münchener Torwarttalent, das in seinen drei Monaten als Stammtorwart  schon Höhen wie Tiefen durchgemacht hat, ist zum Saisonende ablösefrei und somit ein interessanter Kandidat für andere Vereine.  Kraft wäre ebenso ein Kandidat für Hertha BSC Berlin sowie den Hamburger SV. Wobei beim HSV Jaroslav Drobny auf der Bank sitzt. Nach dem feststehenden Abgang von Frank Rost zum Saisonende wird Drobny, der in Berlin seine Bundesligatauglichkeit schon nachgewiesen hat, den Platz zwischen den Pfosten nicht kampflos räumen.

Wiese nach Schalke?

Auf Schalke ist Tim Wiese ein Kandidat als neue Nummer  1.  Auf Nachfragen weicht Wiese aus. Erst einmal will Wiese mit Bremen den Klassenerhalt schaffen. Was danach passiert, hält Wiese offen.  Ein Treuebekenntnis klingt anders. Sollte Wiese Bremen verlassen, stellt sich die Frage wer in Bremen in der kommenden Saison das Tor hütet. Sebastien Mielitz, der in dieser Saison schon einige Male für Wiese eingesprungen ist, hat sein Talent angedeutet. Doch stellt ist offen, ob Mielitz auch die Konstanz besitzt. Ein anderer Kandidat ist Ron Robert Zieler, der seit Rückrundenbeginn das Tor von Hannover 96 hütet und bis dato eine konstante und gute Rückrunde spielt. Jedoch ist es fraglich, ob Hannover Zieler gehen lässt.

Wird Adler der Nachfolger von Edwin van der  Saar?

Ebenso offen ist die Personalie Rene Adler, der bei Bayer Leverkusen, eine Ausstiegsklausel für Manchester United besitzt. Nachdem Manuel Neuer wohl nach München wechselt und Edwin van der Saar zum Saisonende seine Karriere beendet, gehen Sir Alex Ferguson die Alternativen aus.

Das Jahr der Torwartwechsel

Neben den Spekulationen für die neue Saison, gab es in dieser Saison so viele Torwartwechsel  wie selten zuvor. Selten waren Sperren und Verletzungen ausschlaggebend. In Köln beerbte Michael Rensing Faryd Mondragon, der in die USA wechselte.  Der Abgang Mondragons, der in dieser Saison auch nicht mehr der Rückhalt der Vorjahre war, sollte sich für die Kölner als Glückfall erweisen. Mit Michael Rensing haben die Kölner einen Topspieler verpflichtet. In München noch am eigenen Ego und Druck gescheitert, gehört Rensing in der Rückrunde zu den besten Torhütern der Bundesliga. Auch Mirko Slomka und Marco Kurz haben ohne Not den Torwart gewechselt. In Kaiserlautern hat Kevin Trapp mit Tobias Sippel ein anderes Torwarttalent aus der Talentschmiede von Gerry Ehrmann verdrängt.

In Stuttgart wurde Sven Ulreich Nachfolger von Jens Lehmann. Als Ulreich allerdings von Bruno Labbadia auf den Routinier Marc Ziegler setzte profitierte Ulreich von dessen Verletzung im Europacup. Seit dem er wieder die Nummer 1 im Stuttgarter Tor ist, hat sich Ulreich nichts zu Schulden kommen lassen.

Unzufrieden ist man in Frankfurt und Wolfsburg mit seinen Torhütern, weder Oka Nikolov, noch Ralf Fährmann konnten diese Saison Bundesligatauglichkeit nachweisen. In Wolfsburg kämpft Diego Benaglio mit Verletzungen und Formschwächen.  In St.Pauli  kamen diese Saison schon drei Torhüter zum Einsatz. Nachdem Thomas Kessler zum Saisonbeginn Matthias verdrängt hatte, stand zwischendurch Benedikt Pliquett im Tor. Momentan ist Stanislawski weder mit Kessler noch mit Pliquett zufrieden, so dass die Möglichkeit besteht, dass Hain am nächsten Spiel zwischen den Pfosten steht.

Zuletzt wurde in Mönchengladbach der Torwart gewechelt. Auf die glücklosen Christopher Heimeroth und Logan Bailly folgt mit Marc Andre ter Stegen, eines der größten Torwarttalente in Deutschland.