Nachdem Manuel Neuer heute in einer Pressekonferenz verlauten ließ, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängert, verdichten sich die Anzeichen, dass Neuer in der nächsten Saison das Tor des FC Bayern München hüten wird. Glaubt man den einschlägigen Medien, wird nur noch um die Ablöse gefeilscht. Als Ablöse stehen 20 Millionen Euro im Raum. Damit würde zumindest die Planstelle in München bekleidet. Doch was passiert bei den anderen Vereinen?
Wohin geht Kraft?
Wer wird Nachfolger von Neuer auf Schalke. Anfangs war Thomas Kraft im Gespräch. Das Münchener Torwarttalent, das in seinen drei Monaten als Stammtorwart schon Höhen wie Tiefen durchgemacht hat, ist zum Saisonende ablösefrei und somit ein interessanter Kandidat für andere Vereine. Kraft wäre ebenso ein Kandidat für Hertha BSC Berlin sowie den Hamburger SV. Wobei beim HSV Jaroslav Drobny auf der Bank sitzt. Nach dem feststehenden Abgang von Frank Rost zum Saisonende wird Drobny, der in Berlin seine Bundesligatauglichkeit schon nachgewiesen hat, den Platz zwischen den Pfosten nicht kampflos räumen.
Wiese nach Schalke?
Auf Schalke ist Tim Wiese ein Kandidat als neue Nummer 1. Auf Nachfragen weicht Wiese aus. Erst einmal will Wiese mit Bremen den Klassenerhalt schaffen. Was danach passiert, hält Wiese offen. Ein Treuebekenntnis klingt anders. Sollte Wiese Bremen verlassen, stellt sich die Frage wer in Bremen in der kommenden Saison das Tor hütet. Sebastien Mielitz, der in dieser Saison schon einige Male für Wiese eingesprungen ist, hat sein Talent angedeutet. Doch stellt ist offen, ob Mielitz auch die Konstanz besitzt. Ein anderer Kandidat ist Ron Robert Zieler, der seit Rückrundenbeginn das Tor von Hannover 96 hütet und bis dato eine konstante und gute Rückrunde spielt. Jedoch ist es fraglich, ob Hannover Zieler gehen lässt.
Wird Adler der Nachfolger von Edwin van der Saar?
Ebenso offen ist die Personalie Rene Adler, der bei Bayer Leverkusen, eine Ausstiegsklausel für Manchester United besitzt. Nachdem Manuel Neuer wohl nach München wechselt und Edwin van der Saar zum Saisonende seine Karriere beendet, gehen Sir Alex Ferguson die Alternativen aus.
Das Jahr der Torwartwechsel
Neben den Spekulationen für die neue Saison, gab es in dieser Saison so viele Torwartwechsel wie selten zuvor. Selten waren Sperren und Verletzungen ausschlaggebend. In Köln beerbte Michael Rensing Faryd Mondragon, der in die USA wechselte. Der Abgang Mondragons, der in dieser Saison auch nicht mehr der Rückhalt der Vorjahre war, sollte sich für die Kölner als Glückfall erweisen. Mit Michael Rensing haben die Kölner einen Topspieler verpflichtet. In München noch am eigenen Ego und Druck gescheitert, gehört Rensing in der Rückrunde zu den besten Torhütern der Bundesliga. Auch Mirko Slomka und Marco Kurz haben ohne Not den Torwart gewechselt. In Kaiserlautern hat Kevin Trapp mit Tobias Sippel ein anderes Torwarttalent aus der Talentschmiede von Gerry Ehrmann verdrängt.
In Stuttgart wurde Sven Ulreich Nachfolger von Jens Lehmann. Als Ulreich allerdings von Bruno Labbadia auf den Routinier Marc Ziegler setzte profitierte Ulreich von dessen Verletzung im Europacup. Seit dem er wieder die Nummer 1 im Stuttgarter Tor ist, hat sich Ulreich nichts zu Schulden kommen lassen.
Unzufrieden ist man in Frankfurt und Wolfsburg mit seinen Torhütern, weder Oka Nikolov, noch Ralf Fährmann konnten diese Saison Bundesligatauglichkeit nachweisen. In Wolfsburg kämpft Diego Benaglio mit Verletzungen und Formschwächen. In St.Pauli kamen diese Saison schon drei Torhüter zum Einsatz. Nachdem Thomas Kessler zum Saisonbeginn Matthias verdrängt hatte, stand zwischendurch Benedikt Pliquett im Tor. Momentan ist Stanislawski weder mit Kessler noch mit Pliquett zufrieden, so dass die Möglichkeit besteht, dass Hain am nächsten Spiel zwischen den Pfosten steht.
Zuletzt wurde in Mönchengladbach der Torwart gewechelt. Auf die glücklosen Christopher Heimeroth und Logan Bailly folgt mit Marc Andre ter Stegen, eines der größten Torwarttalente in Deutschland.