Wie heute morgen auf sport1.de zu lesen war schließt die UEFA den spnaischen Erstligisten Real Mallorca von der Europa League aus.
Anscheinend will sich die UEFA nun doch dem Financial Fairplay auch in der Praxis stärker zu wenden.
Real Mallorca kämpft schon seit Wochen mit den Folgen einer jahrelangen Überschuldung und sorgte für Schlagzeilen, als Spaniens Tennis-Topstar Rafael Nadal Anteile seines Heimatclubs kaufte.
Den Club von der Ferieninsel drücken Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 85 Millionen Euro. Auf sport1.de wird eine Mitteilung von der UEFA-Homepage zitiert: “Der Klub hat seine in den Regeln vorgeschriebenen Verpflichtungen nicht erfüllt”.
Was passiert mit den Clubs aus der Champions League?
Geht jetzt bei so Clubs wie Schalke 04 oder dem FC Barcelona, die in den letzten Wochen immer wieder wegen hohen Verbindlichkeiten in der Presse waren und sogar großzügige Kredite in Anspruch nehmen mussten, die Angst um?
Wahrscheinlich nicht…
- Wird ein Club wie der FC Barcelona niemals von der Champions League ausgeschlossen, weil das Team aus Katalonien als Favorit in die Saison geht natürlich auch ein zu großer Zuschauermagnet ist und dementsprechend ein Umsatzbringer für die UEFA darstellt.
- Kann ein Club wie Barcelona alleine aufgrund der Vielzahl von Stars, die der Club in seinen Reihen hat, die Verbindlichkeiten mit möglichen Transfererlösen decken. Was bei Real Mallorca wohl nicht der Fall sein dürfte…
- Der FC Schalke nimmt dagegen nochmals eine Sonderstellung ein, da man mit der Veltins Arena auf Schalke einen substanziellen Gegenwert besitzt, der ebenfalls als Gegenwert für Verbindlichkeiten dient.
Ausgeschlossen ist dabei allerdings nicht, dass nicht einmal kurzfristige Liquiditätsprobleme auftreten können, weil das Geld schon vorhanden, aber derzeit halt nicht verfübar ist.
FC Bayern wirtschaftet gut und wird benachteiligt
Oftmals wird sich darüber beschwert, warum ein Club wie der FC Barcelona sich Spieler im Wert von knapp 50 Mio. Euro kaufen kann, wenn man über klamme Kassen klagt. In Barcelona konnten die Transfers mit Verkäufen nahezu kompensiert werden, was die Transferbilanz auf transfermarkt.de zeigt.
Anders als in den letzten Jahren Real Madrid, die Jahr für Jahr Millionen ausgeben, aber selbst hohe Verbindlichkeiten aufweisen.
Durch die Akzeptanz dieses Verhaltens stützt die UEFA den Kauf auf Pump, der große Risiken für gesamte Ligen und die Wirtschaft als Sponsoren birgt. Verlierer dieses unfairen Verhaltens gegenüber den anderen Clubs sind Clubs, die auf ihr Geld achten und mit dem Geld haushalten, das ihnen zur Verfügung steht. Wie z.B. der FC Bayern München.
Financial Fairplay dringend notwendig – Top-Clubs sind bereits in Schieflage
Es bleibt abzusehen, wie sich die großen Clubs in den nächsten Wochen verhalten, denn neben Real Mallorca kämpfen vor allem der FC Liverpool, der AS Rom oder Manchester United mit großen finanziellen Sorgen. Große Transfers sind bisher noch nicht getätigt worden, aber auch namhafte Verkäufe, die zum Ausgleich der Bilanz dienen könnten, blieben aus.
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“Anders als in den letzten Jahren Real Madrid, die Jahr für Jahr Millionen ausgeben, aber selbst hohe Verbindlichkeiten aufweisen.
So ein Schwachsinn….
http://www.youtube.com/watch?v=YnV4wj6uccE